Gegenstand dieses Blogs ist es, religiöse Sprache für Atheisten verständlich zu machen. Zu erklären, warum sich ganz normale Menschen manchmal anhören wie verstrahlt. Da ist die Rede von Jesus, dessen Freund man sei. Oder man hört sogar ein „Ich liebe Jesus“. Viele wissen ganz genau, was Gott ist und was er von ihnen und der Welt will.

Völlig verrückt, denkt der naturwissenschaftlich geschulte Geist … aber wenn’s glücklich macht. Viele andere sind wirklich verärgert und verzweifelt. So ein Wahnsinn wird staatlich finanziert?

Der gnadenlose Satiriker Jan Böhmermann ist stinkig:

Und Religion ist letztlich auch bekannt für ihre Neigung monströse Verbrechen zu rechtfertigen oder gar anzustacheln. Wie haben die Neuen Atheisten in einer Kampagne deutlich gemacht:

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Religion ist also gefährlich, sagt diese Zuspitzung. Religion – als Gotteswahn – führt letztlich zu Wahnsinnstaten, die Verzweifelte oder Größenwahnsinnige begehen, weil sie sich als Schild und Schwert Gottes wähnen. Also warum sprechen die Menschen dann überhaupt noch von einem Gott? Und warum sollte man diese unerschöpfliche Quelle der Gewalt noch verständlich machen?

Also, was soll der ganze Kram? Warum sollte man das Ganze noch dulden, wenn es so vernichtende Konsequenzen hat.
Hat nicht Karl Marx schon ganz zu recht darauf hingewiesen, dass Religion letztlich nichts anderes ist als Volksverdummung:

    „Das religiöse Elend ist in einem der Ausdruck des wirklichen Elendes und in einem die Protestation gegen das wirkliche Elend. Die Religion ist der Seufzer der bedrängten Kreatur, das Gemüth einer herzlosen Welt, wie sie der Geist geistloser Zustände ist. Sie ist das Opium des Volks.“

Die Idee des Priesterbetrugs steht im Raum. Dient Religion also nur der Unterdrückung eines Volkes? Hat sie den Zweck Macht, Reichtum und Ansehen von Priestern, Politikern, Mächtigen und Reichen zu stützen?

Tatsächlich gibt es Formen von Religiosität, die genau das tun. Religiosität, die dazu dient, den Status quo zu erhalten und den frommen Bürger in seiner selbstverschuldeten Unmündigkeit weiter einzusperren. Die Schriftgelehrten und Philister, die Jesus im Israel vor 2000 Jahren schon ansprach, gibt es noch heute – aber auch vor 200 Jahren.

Novalis schrieb:

    Philister leben nur ein Alltagsleben. Das Hauptmittel scheint ihr einziger Zweck zu sein. Sie tun das alles, um des irdischen Lebens willen; wie es scheint und nach ihren eignen Äußerungen scheinen muß. Poesie mischen sie nur zur Notdurft unter, weil sie nun einmal an eine gewisse Unterbrechung ihres täglichen Laufs gewöhnt sind. In der Regel erfolgt diese Unterbrechung alle sieben Tage, und könnte ein poetisches Septanfieber heißen. Sonntags ruht die Arbeit, sie leben ein bißchen besser als gewöhnlich und dieser Sonntagsrausch endigt sich mit einem etwas tiefern Schlafe als sonst; daher auch Montags alles noch einen raschern Gang hat. Ihre parties de plaisir müssen konventionell, gewöhnlich, modisch sein, aber auch ihr Vergnügen verarbeiten sie, wie alles, mühsam und förmlich. Den höchsten Grad seines poetischen Daseins erreicht der Philister bei einer Reise, Hochzeit, Kindtaufe, und in der Kirche. Hier werden seine kühnsten Wünsche befriedigt, und oft übertroffen.
    Ihre sogenannte Religion wirkt bloß wie ein Opiat: reizend, betäubend, Schmerzen aus Schwäche stillend. Ihre Früh- und Abendgebete sind ihnen, wie Frühstück und Abendbrot, notwendig. Sie können’s nicht mehr lassen. Der derbe Philister stellt sich die Freuden des Himmels unter dem Bilde einer Kirmeß, einer Hochzeit, einer Reise oder eines Balls vor: der sublimierte macht aus dem Himmel eine prächtige Kirche mit schöner Musik, vielem Gepränge, mit Stühlen für das gemeine Volk parterre, und Kapellen und Emporkirchen für die Vornehmern.

Also verzichten wir doch einfach auf diesen Wahnsinn. Reicht es nicht, wenn wir Naturwissenschaft und Vernunft haben? Eine rational-pragmatisch-utilitaristische Ethik kann doch die meisten Menschen glücklich machen, oder?

Der gleiche Autor, der oben die Religion der Philister anprangert, klagte jedoch schon vor 200 Jahren über diese Profanisierung der Weltsicht als Folge der Aufklärung:

    „Der anfängliche Personalhaß gegen den katholischen Glauben ging allmählich in Haß gegen die Bibel, gegen den christlichen Glauben und endlich gar gegen die Religion über. Noch mehr – der Religionshaß dehnte sich sehr natürlich und folgerecht auf alle Gegenstände des Enthusiasmus aus, verketzerte Phantasie und Gefühl, Sittlichkeit und Kunstliebe, Zukunft und Vorzeit, setzte den Menschen in der Reihe der Naturwesen mit Not oben an und machte die unendliche schöpferische Musik des Weltalls zum einförmigen Klappern einer ungeheuren Mühle, die, vom Strom des Zufalls getrieben und auf ihm schwimmend, eine Mühle an sich, ohne Baumeister und Müller, und eigentlich ein echtes Perpetuum mobile, eine sich selbst mahlende Mühle sei.“

Sollte eine rationale Interpretation und das naturwissenschaftliche Verständnis der Welt nicht reichen? Wozu braucht es Enthusiasmus? Wozu Phantasie und Gefühl, Sittlichkeit und Kunstliebe, Zukunft und Vorzeit? Sind wir nicht alle einfach Nackte Affen?

Novalis wirbt stattdessen für eine Romantisierung der Welt:

    „Die Welt muß romantisiert werden. So findet man den ursprünglichen Sinn wieder. Romantisieren ist nichts als eine qualitative Potenzierung. Das niedre Selbst wird mit einem bessern Selbst in dieser Operation identifiziert. So wie wir selbst eine solche qualitative Potenzenreihe sind. Diese Operation ist noch ganz unbekannt. Indem ich dem Gemeinen einen hohen Sinn, dem Gewöhnlichen ein geheimnisvolles Ansehn, dem Bekannten die Würde des Unbekannten, dem Endlichen einen unendlichen Schein gebe, so romantisiere ich es. “

Romantisierung der Welt also. Damit ist wohl nicht die mühevolle Aufhübschung einer aufgetakelten Dirne, wie in dem Bild von Otto Dix gemeint.

pm

Es geht um eine Idee(!) Es geht nicht darum, dass man dem Endlichen noch mehr Endliches hinzufügt und es damit aufzuwerten glaubt, wie eine barocke Kirche mit überbordendem Tand, Schmuck und vergoldeten Putten. Es geht darum, dass man sieht, dass auch eine grotesk geschminkte Prostituierte ein Mensch mit einem Seelenleben ist, mit Ängsten und Trauer, Hoffnungen und Träumen, mit einer Geschichte und einer Zukunft. Das ihr Dasein, in einem größeren Gesamtzusammenhang steht, als ihrer lächerlichen Erscheinung zu einem ganz bestimmten Punkt in der Zeit.

In dem Projekt der Romantisierung geht es darum, zu verstehen, dass wir trotz beeindruckender Präsenz unserer Endlichkeit – die uns selten so klar vor Augen steht wie in dem Bild „Puffmutter“ und anderen Bildern von Otto Dix und den Vertretern des Realismus – dass wir uns in der Betrachtung anderer und der Welt im Allgemeinen eben nicht allein auf diesen einen Moment, der hier – scheinbar für alle Zeit fesgehalten wurde – beschränken.

Es geht darum, dass wir – gemäß dem berühmten Diktum von Antoine de Saint-Exupéry – „mit dem Herzen“ sehen. Dass ein Mensch ein wertvolles Geschenk ist, auch wenn er zur Zeit nicht alle unsere Erwartungen an Ästhetik erfüllt.

Vielleicht war die Puffmutter mal eine schöne Frau. Vielleicht hat sie liebevoll auf ein scheues Kind oder einen sehnsüchtigen Freier geschaut. Hat jemandem sanften Trost gespendet und einem anderen unendliche Hoffnung geschenkt. Sicher hat sie in ihrem Leben viel falsch gemacht. Aber wenn wir mit den Augen des erbarmungslosen Richters auf einen Menschen herabblicken, wenn wir ihn nach seinem vergänglichen Fleisch und seinem vertrocknenden Blut und allein nach seinem Sündenregister beurteilen, nehmen wir uns selbst die einzigartige Möglichkeit, auch die bezaubernde Schönheit dieser und anderer Menschen zu sehen.

Was sind wir? Sind wir unsere äußere Hülle. Sind wir unsere Karriere oder unsere Verluste? Sind wir unsere vergänglichen Sorgen und Ängste. Sind wir unsere Sünden. Oder sind wir mehr? Sind wir Teil eines großen Ganzen sind wir Endliches oder Teil eines Unendlichen?

Diese Sprache, diese Ideen haben den Klang des Versponnenen, des Verrückten, des Idealistischen. Es klingt verstrahlt, was hier steht. Völlig abgespaced. Es ist die Sprache, die den Sinn macht. Und es ist die Sprache, die ein Gefühl erzeugt.

Wenn ein Naturwissenschaftler den ganzen Tag über Theorien und Formeln, über Kritik und Gegenkritik brütet, dann läßt das diesen Menschen nicht unbeeindruckt. Seine Welt wird zu einer Welt der Formeln und der Theorien, der Kritik und Gegenkritik. Er denkt und spricht formelhaft. Und er fühlt … nichts.

Der Liedermacher Gerhard Schöne hat ein wunderbares Lied geschrieben, das das hier oben beschriebene zusammenfasst:

Wo ist der unendliche Ozean, Mama?
Den all jene Wale und Haifische sahen, Mama.
Du schwimmst ja schon drinnen, kleine Sardine,
Dummerchen, du.
Quatsch, das ist Wasser – salzig dazu.

Ach, gibt es ihn wirklich den Himmel, den blauen, Mama?
Den all jene Adler und Zugvögel schauen, Mama.
Du fliegst ja schon drinnen, niedliche Biene,
Dummerchen, du.
Quatsch, das ist Luft nur – farblos dazu.

Wo ist Gott zu finden, wo kann ich ihn sehen, Mama?
Um den alle streiten, und doch nicht verstehen, Mama.
Er umfließt die Sardine, trägt dort die Biene,
dich hüllt er ein.
Er will in dir wohnen – ich laß ihn rein.

Das Lied kann man sich auf der Webseite der Buschfunk-Verlages anhören. Linke Spalte: MP3-Player starten. Scrollen.

Die Rede von Gott ist eine poetische, eine gefühlvolle, eine mythische, eine metaphorische. Es ist eine Sprache, die das Herz öffnet und den Geist befreit. Deshalb hören sich Christen so verstrahlt an. Wenn sie sagen, sie lieben Jesus, dann ist das ein Ausdruck ihres Gefühls, nicht eines pragmatischen Affiliationsakts, der sich sozialpsychologisch vermessen läßt. Sprache läßt sich intuitiv erfassen. An ihrer Sprache erkennen Menschen einander. Sprache bezeichnet nicht nur, Sprache verbindet, Sprache trennt.

Achten wir auf unsere Worte. Denn die Dinge werden zu den Worten mit denen wir sie bezeichnen.

6 Responses to “Jesus-Freaks und völlig verstrahlte Gottesanbeter”

  1. Nemesis Says:

    Dankeschön für einen weiteren, gelungenen Artikel. Ich finds wirklich schade, dass sich kaum jemand an der Diskussion beteiligt.

    Weisst Du, ich habe schon lange das Gefühl, je mehr jemand bei sich selbst ankommt, desto einsamer wird er… und ich finds nichtmal schlimm, ich hab mich dran gewöhnt, alles loszulassen. Am Ende wird eh jeder allein vor seinem Schöpfer, seinem Ideal oder was auch immer stehen.

    Sollte eine rationale Interpretation und das naturwissenschaftliche Verständnis der Welt nicht reichen?

    Tja, das ist heutzutage eine ketzerische“ Frage, denn man hat den Rationalismus, die Natur- Wissenschaft, den Materialismus zur Religion erhoben- ist doch praktisch in einer materialistischen, konsumistischen Welt, in der hauptsächlich das Äussere zählt… da fällt mir der Spruch ein:

    „Lasset uns fressen und saufen, denn Morgen sind wir tot.“

    Das ist die Religion der Moderne. Allerdings wird sie schneller vergehen, als ihre sämtlichen Vorgänger, da die Ressourcen auf einem endlichen Planeten nunmal begrenzt sind. Ich für mich weiss auf jeden Fall eines mit Sicherheit:

    Hätte ich nicht gewisse spirituelle Erfahrungen und Einsichten gewonnen, dann hätte ich niemals solange überlebt. Im Überlebenskampf jedenfalls hat mir die Natur- Wissenschaft nicht im Geringsten geholfen. Ich will damit nicht sagen, dass reines biologisches Überleben ein Wert an sich ist. Aber dennoch:

    Ohne Bewusstseinsarbeit, ohne das Leiden anzunehmen, anzuschauen und es bewusst zu transzendieren, wäre ich schon lange tot.

  2. Nemesis Says:

    A propos Jesus Freaks– just for the fun of it:

    Pope Francis- The Encyclical

    https://www.youtube.com/watch?v=76BtP1GInlc

  3. Nemesis Says:

    @sapere aude

    Du stellst oben im Artikel folgende Frage:

    Was sind wir? Sind wir unsere äußere Hülle. Sind wir unsere Karriere oder unsere Verluste? Sind wir unsere vergänglichen Sorgen und Ängste. Sind wir unsere Sünden. Oder sind wir mehr? Sind wir Teil eines großen Ganzen sind wir Endliches oder Teil eines Unendlichen?

    Ich möchte in diesem Zusammenhang gerne noch einiges zur Unio Mystica sagen. Man sagt, Gott sei die Liebe, reine, alles überstrahlende Liebe und Akzeptanz. Manche sehen in Gott, in der Liebe die Vater-, andere sehen in ihr die Mutterliebe. Ich denke Gott umfasst beides, väterliche und mütterliche Liebe.

    Liebe strebt nach Nähe, sie möchte einem geliebten Menschen nahe sein, mehr noch, die Liebe (Gott) ist einem geliebten Menschen immer nahe, selbst wenn ein von uns geliebter Mensch stirbt, bleibt diese Verbindung der Liebe doch erhalten. Wer die Menschen, die Natur, die Erde, das Universum, Gott liebt, der möchte damit einswerden, denn die Liebe möchte mit allem einswerden. Wir fühlen uns getrennt von der Natur, vom Universum, von Gott, von den anderen. Genau diese Trennung möchte die christliche Mystik überwinden. Das heisst jedoch ganz und garnicht, dass man in irgendein illusorisches Nirvana verschwindet, ganz und garnicht.

    Wenn man die wesentlichen Mystiker der Welt studiert, dann stellt man fest, dass sie alle dieselbe Sprache sprechen, vollkommen unabhängig von Zeit und Raum, vollkommen unabhängig von Religionszugehörigkeit oder bildungsmässigem Background. Sie berichten alle von derselben erschütternden, transzendierenden, ausserordentlich beglückenden Erfahrung der Unio Mystica, der Einswerdung mit der Natur, mit dem Kosmos, mit Gott. Die Mystiker sprechen allesamt eine sehr poetische, metaphernreiche Sprache, die oft mit Paradoxien durchsetzt ist. Man kann die Mystiker getrost als Musiker der Spiritualität/Religion, als spirituelle Musiker bezeichnen und, genau wie die Musiker, verstehen sie sich untereinander ohne grossen Aufwand über alle Grenzen hinweg.

    Alle Mystiker verbindet die Erfahrung der Einswerdung, die Erfahrung der Überschreitung des kleinen Alltags-Ichs. Diese Erfahrung wird als unaussprechliche Freude, die jede Vorstellung übersteigt, als ewiges Leben beschrieben. Rumi zB war ganz eindeutig ein Mystiker im besten Sinne, auch Kabir, ebenso Sri Aurobindo, Rabindranath Tagore, Ramana Maharshi, Meister Eckhart, Johannes Tauler, Hildegard von Bingen, Heinrich Seuse und viele, viele andere. Und wenn ich mir die ausgesprochen poetische Sprache des Nazareners vergewärtige, dann war auch er eindeutig ein Poet und Mystiker.

    Wenn Gott nicht nur aus der Ferne ruft, sondern einen Menschen umarmt und in das Innerste eines Menschen einzieht, dann ist es wie ein Sturm, der alles hinwegfegt, wie ein Feuer der Freude und Liebe, ein Feuer, das alle Worte und Vorstellungen verbrennt. Dann schrumpfen Millionen, Milliarden Jahre auf einen Augenblick zusammen. Wenn Gott in einen Menschen einzieht, dann zieht das gesamte Universum, alle Vergangenheit, alle Gegenwart, alle Zukunft in diesen Menschen ein. Gott ist ein unendlicher Abgrund, in dem unausprechliche Freude und Erleuchtung wohnen.


    „Wo die Schön-Geflügelten ohne Augenzwinkern (vollbewusst) ihre wonnevolle Teilhabe an der Unsterblichkeit und das gefundene Wissen lichtvoll besingen, dort ist der mächtige Behüter der ganzen Welt des Werdens, – er, der Weise, in mich, den im Wachsen Begriffenen, eingegangen.“

    „Im Baum, auf dem alle schön-geflügelten Honig-Esser einkehren und zeugen, – auf dessen Gipfel, sagen sie, ist wahrlich die süße Frucht. Zu der gelangt keiner hoch, der nicht den Vater kennt.“

    „Ich sah den nie rastenden Behüter wandeln auf diesseitigen und jenseitigen Pfaden. Er wohnt im Drang zur Einheit, er im Drang zur Vielheit; beständig ist er unterwegs innen in den Welten des Werdens.

    Rig-Veda

  4. Nemesis Says:

    Our earth shaped out of the dark inconscient ocean of ex-istence lifts its high formations and ascending peaks heavenward; heaven of mind has its own formations, clouds that give out their lightnings and their waters of life; the streams of the clarity and the honey ascend out of the subconscient ocean below and seek the superconscient ocean above; and from above that ocean
    sends downward its rivers of the light and truth and bliss even into our physical being. Thus in images of physical Nature the Vedic poets sing the hymn of our spiritual ascension.

    – Sri Aurobindo, The Doctrine of the Mystics, 34 Hymns to the Mystic Fire

  5. Nemesis Says:

    Wenn der Nazarener sagt:

    “ >i>Ich und der Vater sind eins.”,

    dann ist das eine zutiefst mystische Aussage und zwar ganz im Sinne einer Unio Mystica, wie sie viele Menschen vor und nach ihm erlebt hatten. Wer allerdings diese Aussage missversteht, der sieht in dem Nazarener eben womöglich jenen allmächtigen Zauberer, der real übers Wasser laufen und Wasser in Wein verwandeln kann,- was im Grunde auf eine Ausgeburt des Grössenwahns hinausliefe.

  6. Nemesis Says:

    Free

    Free like the river
    Flowin‘ freely through infinity
    Free to be sure of
    What I am and who I need not be
    Free from all worries
    Worries prey on oneself’s troubled mind
    Freer than the clock’s hands
    Tickin‘ way the times
    Freer than the meaning of free that man defines
    Life running through me
    Till I feel my father God has called

    Me having nothin‘
    But possessing riches more than all
    And I’m free
    To be nowhere
    But in every place I need to be
    Freer than a sunbeam
    Shinning through my soul
    Free from feelin‘ heat or knowing bitter cold
    Free from conceiving the beginning
    For that’s the infinite start

    I’m gone – gone but still living
    Life goes on without a beating heart

    Free like a vision
    That the mind of only you can see

    Freer than a raindrop
    Falling from the sky
    Freer than a smile in a baby’s sleepin‘ eyes

    I’m free like a river
    Flowin‘ freely to infinity
    I’m free to be sure of what
    I am and who I need not be
    I’m much freer – like the meaning of the word free that
    crazy man defines
    Free – free like the vision that
    The mind of only you are ever gonna see
    Free like the river my life
    Goes on and on through infinity

    – Stevie Wonder, Free

    https://www.youtube.com/watch?v=lqBhIsrdtBI

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