Es gibt viele Debatten zwischen Atheisten und Theisten zum Nachhören und -sehen im Internet. Die beste Quelle hierfür ist – soweit mir das bekannt ist – „Common sense atheism“ mit seinen inzwischen über 500 Debatten zum Thema.. Darunter natürlich so berühmte Treffen wie die zwischen Christopher Hitchens und William Lane Craig oder Richard Dawkins und John Lennox aber selbstverständlich auch weniger bekannte und weniger spannende Diskussionen.

Eine der besten, rhetorisch brilliantesten – und für die theistische Seite gleichzeitig entlarvensten – Debatten ist die zwischen Alan Dershowitz und Alan Keys.

alanvsalan

Einer der für mich bemerkenswertesten Gedanken Alan Dershowitz‘ war:

Im Rückblick auf die Geschichte Menschheit und ihre Erfahrungen über die letzten Jahrhunderte und Jahrtausende weiß ich, was falsch ist. Im Gegensatz zu religiösen Menschen und Institutionen weiß ich jedoch nicht, was richtig ist. Aber ich werde mein Leben lang danach suchen.

Civil war moustache collectors

September 11th, 2010

The Daily Show With Jon Stewart Mon – Thurs 11p / 10c
Weekend at Burnies
www.thedailyshow.com
Daily Show Full Episodes Political Humor Tea Party

The case for a god

September 10th, 2010


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To mark Rosh Hashanah, Chief Rabbi Lord Jonathan Sacks interviews four distinguished and engaging atheists in The Case For God?.

By having his own faith challenged by some of today’s finest atheist minds, Lord Sacks attempts to get closer to what faith means. He interviews writer Howard Jacobson, who feels that religion is too bogged down by rules and regulations, while philosopher Alain de Botton does not believe any one religion can be the true faith“. Scientist Colin Blakemore insists that science makes religion redundant, and professor Lisa Jardine maintains that human suffering undermines faith in God.

Will the Chief Rabbi find areas of common ground with these atheists and their issues with faith, and will it make him rethink his own beliefs?

Angela Merkel hat gestern den Zeichner der bekanntesten Mohammedkarikatur, Kurt Westergaard, mit einem Medienpreis für seine Courage in seiner Auslegung der Meinungsfreiheit ausgezeichnet.

In ihrer Laudatio sprach sie auch über die Ankündigung des US-amerikanischen Pfarrers Terry Jones, mehrere Exemplare des Koran zu verbrennen, und nannte dieses Ansinnen „respektlos, abstoßend und einfach falsch.“


Doch was ist der Unterschied?

Wieso wird der eine geehrt und der andere verdammt? Sind nicht beide Taten symbolische Hinweise auf die Gewaltneigung des Islam? Hier die Zeichnung des Propheten Mohammed mit einer Bombe im Turban – da die Verbrennung des Heiligen Buches der Muslime. Und führen nicht beide zu Unmut und Ausschreitungen unter Muslimen?

Bereits die Wiederveröffentlichung der Mohammed-Karikatur in deutschen Zeitungen führte zu →erheblichem Widerspruch bei Presse, Regierung und Opposition – mit genau denselben Argumenten: Es könnte zu gewalttätigen Ausschreitungen kommen und Menschen könnten Schaden nehmen.

Auch zwei Kommentatoren der →Zeit und des →Tagesspiegel haben sich dieser Frage angenommen und sind zu keiner befriedigenden Lösung gekommen.

Ist es lediglich unsere grundsätzliche Abneigung gegen Bücherverbrennungen an sich, vor allem aus historischen Gründen, die die Ankündigung des Mr. Jones so barbarisch erscheinen läßt? Ist es die zähneknirschende Akzeptanz jeder Art von Humor und Satire, die Abstumpfung angesichts so vieler Formen der „Blasphemie“ gegen christliche Bekenntnisse, dass man Genugtuung empfindet, wenn hier Mohammed mindestens dieselbe Verächtlichmachung wiederfährt wie mindestens einmal jährlich Jesus in einer Ausgabe der Zeitschrift Titanic?

Der Unterschied ist ein ganz einfacher: Westergaard schafft – Jones vernichtet.

Auch wenn Jones symbolische Geste dasselbe Ziel verfolgt wie Westergaards Karikatur, nämlich auf die latente Gewaltneigung des Islam und seiner extremistischen Anhänger hinzuweisen, muss die Symbolik einer solchen Geste auch zuende gedacht werden.

Die Verbrennung von Büchern ist ein barbarischer Akt der Vernichtung und der Unterdrückung von menschlicher Kunst und Kultur. Das Zeichnen einer Karikatur ist ein kreativer Akt der Schaffung derselben.

Beides sind in einer Demokratie Akte der Meinungsfreiheit, die es auszuhalten gilt. Aber jeder politische Künstler stellt sich mit seinem symbolischen Akt in eine Tradition. Westergaard steht in der Tradition aller politisch unbequemen Kunstschaffenden, deren Werk beurteilt werden und zu dem man Stellung nehmen kann. Terry Jones steht in der Tradition von Kirchen, Kommunisten und Nationalsozialisten, die ihren Anschauungen zuwiederlaufendes Wissen rücksichtslos vernichtet und erbarmungslos unterdrückt haben.

Das ist der Unterschied zwischen einer Mohammedkarikatur und einer Koranverbrennung.

Dass extremistische Muslime diesen Akten der Meinungfreiheit erwartungsgemäß mit gewaltsamen Ausschreitungen begegnen, ist da nur noch ein Zeichen der Absurdität eines solchen Handelns und der Beschränktheit der so Handelnden: Über jedes Stöckchen, das man hinhält – und sei es noch so klein und zerbrechlich – wird mit großem Geschrei und Schaum vor dem Mund gesprungen.

Wie erbärmlich.

Wer glücklich ist, ist Atheist

September 8th, 2010


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Die Quellen meiner Werte X

September 7th, 2010

Weitere Quellen meiner Werte gibt es hier

Christliches Totschlagargument

September 2nd, 2010

Lukas19_27