3 Responses to “Christliche Fundamentalisten in den USA”

  1. Nayru1337 Says:

    Hey Sapere,

    vielen Dank für diese gute Dokumentation. Das Thema finde ich total spannend! Besonders interessant für mich sind zwei Dinge:

    1. Das starke Bedürfnis von Menschen nach Gemeinschaft.

    Ohne wertend sein zu wollen: Es ist fast unmöglich so starke, persönliche und emotionale Gemeinschaften außerhalb religiöser Gruppen zu finden. Menschen sehnen sich nach Geborgenheit, verbindlichen Werten und dem Gefühl angenommen und geliebt zu sein.

    2. Die Freiheit in den USA

    Wieder ohne wertend sein zu wollen: In den USA hat man doch noch sehr viel mehr Freiheiten als das z.B. in Deutschland der Fall ist. Menschen werden zum Beispiel nicht gezwungen in die Schule zu gehen oder eine Krankenversicherung abzuschließen. Ganz unabhängig davon ob das gut oder schlecht ist: Nicht gezwungen zu werden ist immer eine Freiheit.

  2. sapere Says:

    1. Ja, da hast Du teilweise Recht. Es gibt aber auch sehr stabile Gemeinschaften mit verbindlichen Werten in anderen Gesellschaftsschichten. Die sind nur weniger sichtbar und nicht für jeden offen. Dort können sich Menschen ebenfalls sehr angenommen, geliebt und geborgen fühlen. Das nennt sich Familie 🙂

    2. Nicht in die Schule gehen zu müssen ist auch eine Unfreiheit – der Schüler. Möglicherweise wollen die nämlich sehr wohl in eine Schule mit Gleichaltrigen gehen. Darüber hinaus kann das auch Abkopplung von der Gesellschaft bedeuten und damit erhebliche Unfreiheiten z.B. in der Wahl des Arbeitsplatzes nach sich ziehen.

    Freiheit, ist also ein sehr relativer Begriff.

    Dass die Kinder in der Doku nicht wirklich frei sind, sollte aber eigentlich unübersehbar sein.

  3. Nayru1337 Says:

    Zu 1:
    Es ist sehr schön, wenn man Familie als einen Ort erleben kann, an dem man angenommen und geliebt ist. Leider wandeln sich aber die sozialen Funktionen der Familie in unserer Gesellschaft sehr stark. Seit die Normfamilie durch die 68er in Kritik geraten ist, gibt es vermehrt individuelle Lebensformen wie Alleinerziehend, Patchwork, nichteheliche, gleichgeschlechtliche oder kinderlose Partnerschaft. Ich glaube dieser Wandel trägt dazu bei, dass viele Menschen keine Familie im ursprünglichen sozialen Sinn haben in der sie sich geborgen fühlen.

    „Beziehungs- und damit auch Familienzusammenhalt muss immer wieder durch eigenes Bemühen hergestellt und verhandelt werden.“ ( http://www.familie-in-nrw.de/index.php?id=wandel )

    In einer religiösen Gemeinschaft wie in der Dokumentation beschrieben ist man hingegen aufgenommen und geliebt ohne, dass man dafür eigenes Bemühen herstellen muss. Das ist vermutlich einer der stärksten Anreize beizutreten.

    Zu 2:
    Ich glaube Kinder sind gewissermaßen immer unfrei, denn sie sind abhängig von den Entscheidungen ihrer Erziehungsgewalten.

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