Das sagen Atheisten dazu:

Vater und Sohn

September 30th, 2010

vaterundsohn

Die übliche Diskussion V

September 29th, 2010

Ich so: „Ich habe meiner Tochter eine Bibel gegeben. So macht man jemanden zum Atheisten“ http://is.gd/fziXq

LeD1987 so: Nun kann man aber sich an die Bibel setzen, nur um sie wiederlegen zu wollen oder um offen zu lesen und nachzuprüfen.

Ich so: Warum sollte man denn die Bibel „wiederlegen“ wollen? Kannst Du den Koran widerlegen? Oder Grimms Märchen?

LeD1987 so: Warum Grimms Märchen widerlegen? Jeder weiß, dass sie nur zum Vergnügen dienen. Koran und Bibel aber behaupten selig zu machen

Ich so: Wo ist der Unterschied?

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The Secrets of Scientology

September 29th, 2010

Losung für die 39. Kalenderwoche

September 26th, 2010

Zu guter Letzt

ERICH FRIED

Als Kind wußte ich:
Jeder Schmetterling
den ich rette
Jede Schnecke
und jede Spinne
und jede Mücke
jeder Ohrwurm
und jeder Regenwurm
wird kommen und weinen
wenn ich begraben werde

Einmal von mir gerettet
muß keines mehr sterben
Alle werden sie kommen
zu meinem Begräbnis

Als ich dann groß wurde
erkannte ich:
Das ist Unsinn
Keines wird kommen
ich überlebe sie alle

Jetzt im Alter
frage ich: Wenn ich sie aber
rette bis ganz zuletzt
kommen doch vielleicht zwei oder drei?

Kurze Umfrage

September 23rd, 2010


Losung für die 38. Kalenderwoche

September 20th, 2010

Wiederholen zwar kann der Verstand, was da schon gewesen; was die Natur gebaut, bauet er wählend ihr nach. Über Natur hinaus baut die Vernunft, doch nur in das Leere: – du nur, Genius, wehrst in der Natur die Natur.

»Votivtafeln« von Johann Christoph Friedrich von Schiller, (1759 – 1805), deutscher Dichter und Dramatiker

Eines muss ich ihm zugestehen, Erfolg hat er, der Michael Blume. Jetzt schreibt sogar →der britische Guardian öffentlichkeitswirksam über ihn und seine abstrusen Thesen.

Michael Blume?

Das ist der Mann, der auf allen ihm zur Verfügung gestellten öffentlichen Podien behauptet, dass Theismus erblich sei. Und dass deshalb die Theisten einen höheren „Selektionsvorteil“ gegenüber Atheisten hätten. Kurz, Blume nimmt an, Atheisten „mendeln sich“ Stück für Stück aus.

Diese These verbreitet er in Büchern, Universitätsseminaren, auf Podien und Konferenzen mithilfe „überzeugender Daten“ und vor allem Grafiken, Grafiken, Grafiken. Und tatsächlich, die Grafiken Blumes zeigen, dass Menschen, die sich als religiös bezeichnen und religiösen Aktivitäten nachgehen, eine höhere Zahl an Kindern zur Welt bringen:

blumegrafik

Diese Grafiken haben jetzt auch eine bekannte Memetikerin überzeugt. →Dr. Susan Blackmore (mit einem Ph.D. in „Parapsychologie“) war bis Anfang September der Ansicht, dass Religion eine Art „schädliches kognitives Virus“ sei, das seinen Wirt befällt und zunehmend schwächt oder sogar vernichtet.

Diese These ist natürlich absurd. Vernachlässigt sie doch die Verbreitungswege des Glaubens an „Götter“. Der Aberglauben an „Übernatürliches“ hat seine Wurzeln einerseits in der Begrenztheit unseres kognitiven Systems und andererseits in der expliziten und bewußten Vermittlung durch Autoritäten.

Und doch war Susan Blackmore – übrigens zusammen mit Richard Dawkins – der Ansicht, dass Religion eine virale Funktion hat – bis zum 3. September.

Da sprach nämlich Michael Blume auf einer Konferenz zum Thema →“Explaining Religion“ an der Universität Bristol. Und seitdem ist Susan Blackmore davon überzeugt, dass Religion sogar ein Überlebensvorteil ist, was man an der Kinderzahl religiöser Menschen sehen soll.

Der Glaube an „Übernatürliches“ und insbesondere an konkrete „Götter“ oder sogar eine spezifische religiöse Ideologie ist aber gar kein Produkt eines biologischen Vererbungsprozesses, sondern eines intellektuellen Vermittlungsakts.

Das könnte nun trotzdem bedeuten, dass Religiöse einfach ihre Unmengen an Kindern weiter indoktrinieren und somit eine Wende zum theistischen Obskurantismus erzwingen.

Das Problem für den Theismus wäre lediglich die freie Verfügbarkeit widersprechender Fakten.

Da „übernatürliche Akteure“ ein intellektuelles Konstrukt und da Fakten meist stärker als Fiktionen sind, ist die Naturwissenschaft der natürliche Feind der Religionen.

Je größer die Intelligenz und je verbreiteter die naturwissenschaftliche Bildung in einem Land und je ausgeprägter sie in einer Person ist, desto seltener ist die Überzeugung, dass es „übernatürliche“ Phänomene gibt.

Im Jahr 1998 wurde eine Umfrage unter Naturwissenschaftlern →in der Zeitschrift Nature veröffentlicht. Über die vergangenen 80 Jahre wurde gefragt, ob sie an „Unsterblichkeit“ oder einen „Gott“ glauben. Folgende Antworthäufigkeiten kamen zustande:

belief

Anfang des 20. Jahrhunderts waren Europäer überwiegend Theisten. Die befragten Naturwissenschaftler kamen also mit großer Wahrscheinlichkeit aus religiösen Elternhäusern. Und selbst unter diesen Umständen waren Zweifel und Unglaube weiter verbreitet als in der Normalbevölkerung. Heute, da Atheismus und Laizismus weniger verpönt oder gar verfolgt sind, ist die Zahl der bekennenden Atheisten selbstverständlich deutlich höher.

Bereits der Vogang der zunehmenden Säkularisierung in Verbindung mit einer entsprechend stärkeren Aufklärung sollte Blume und Blackmore zu denken geben. Widerspricht dies doch vollständig der These von einer biologischen Vererbung des Theismus.

Wenn die immense Kinderschar der Theisten in der Schule kompetent und motivierend über die die Funktion der Natur informiert wird, und wenn sie lernen im Experiment und durch Nutzung des eigenen Verstandes alle Behauptungen selbst zu prüfen, statt Autoritäten zu glauben, wird sich das Problem des Theismus früher oder später von selbst erledigen – und das Problem der Überbevölkerung übrigens gleich mit.

Quizshow: Bible contradictions

September 12th, 2010