No religion

August 31st, 2010

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We didn’t know no better
And they said it could be worse
Some people thought it was a blessing
Other people think that it’s a curse

It’s a choice between fact and fiction
And the whole world has gone astray
That’s why there’s no religion
No religion, no religion here today

And there’s no straight answers
Of what this thing called love is all about
Some say it’s unconditional
Other people just remain in doubt

Well, I cleaned up my diction
I had nothing left to say
Except there’s no religion
No religion, no religion here today

And they ask what hate is
It’s just the other side of love
Some people want to give their enemies
Everything they think that they deserve

Some say, why don’t you love your neighbors
Go ahead, turn the other cheek
But there’s nobody on this planet
That can ever be so meek

And I can’t bleed for you
You have to do it your own way
And there’s no religion
No religion, no religion here today

And they ask what hate is
It’s the other side of love
Some people want to give their enemies
Everything they think that they deserve

Others say, why don’t you love your neighbors
Go ahead and turn the other cheek
But have you ever met anybody
Who’s ever been that meek?

And it’s so cruel to expect
The savior to save the day
And there’s no religion
No religion, no religion here today

And there’s no mystery
And there’s nothing hidden
And there’s no religion here today

And there’s no mystery
And there’s nothing hidden
And there’s no religion here today
And there’s no religion
No religion, no religion here today

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Jon Wilde: There was much speculation about your religious beliefs in the ’80s. Did that unduly bother you?

Van Morrison: Well, what happened is that people would take things I at face value and say, „Oh, he’s being a dilettante“. What it’s really about is that, if you study knowledge, then you really have to study knowledge. You don’t just study one thing. You can’t just say, „OK, I’m going, to study Hinduism:‘ If you’re going to study knowledge then you have to study the whole field. You need to get an overview and you have to look at the whole picture. That’s what people are getting at when they say that my music was about the mystical or that it was about searching for something. That’s how it’s been interpreted. But, when one studies knowledge, one gets influenced by things. Again, the songs come out of things that you’re being influenced by at the time you’re studying. For me, that’s what that ’80s phase is.

Jon Wilde: It wasn’t a search for anything specific? Truth? God?

Van Morrison: No, it was just looking for knowledge, looking for light. It was never about one thing, one religion. It was about finding out about myself. Trying to find some peace of mind, some light. If anything, it was more about the journey itself than reaching some kind of destination. That’s where the music was at.

Uncut Interview With Van Morrison by Jon Wilde (Published in July 2005)

Atheisten, Brights, Freidenker, säkulare Humanisten und Skeptiker haben unterschiedliche Interessen und unterschiedliche Arbeitsschwerpunkte, aber sie eint, dass sie ein Weltbild haben, das frei von übernatürlichen und mystischen Elementen und frei von Göttern ist. Am vergangenen Wochenende (21./22. August 2010) trafen sich tatsächlich Mitglieder der meisten säkularen Organisationen in Deutschland zum ersten Mal zum ökumenischen Atheistentag in Jena.

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Am Ende waren sie alle dabei, Mitglieder der Brights, der Giordano-Bruno-Stiftung, der Humanisten, der Freidenker und des IBKA. Sie kamen aus der Uckermark, aus Schweinfurt, Halle, Erfurt und Jena und trafen sich – wie verabredet – am Phyletischen Museum in Jena. Nach dem einstündigen Besuch des Haeckelschen Vermächtnisses, brach die Runde zum atheismushistorischen Stadtrundgang auf.

Denn Jena hat einige religionskritische oder gar atheistische Denker, unter ihnen Schiller, Goethe, Schopenhauer, Nietzsche und Haeckel beherbergt, den großen „Atheismusstreit“ der Philosophiegeschichte gesehen und sogar atheistische Institutionen – den deutschlandweit einzigen Lehrstuhl für wissenschaftlichen Atheismus – eingerichtet.

Nach der zweistündigen Wanderung durch Jenas atheistische Vergangenheit schifften sich die Teilnehmer des 1. Ökumenischen Atheistentages auf der HMS Beagle ein. Im Jenaer Straßenbahndepot konnte man sich eine Ausstellung zu Charles Darwins Leben und seiner berühmten Reise um die Welt mit Original-Darwin-Reliquien ansehen.

Nach einer zweistündigen Pause trafen wir uns erneut am Phyletischen Museum, um anschließend gemeinsam ins Paradies aufzubrechen. Dort fand die erwartungsgemäß recht angeregte Atheismus-vs.-Theismus-Debatte zum Thema „Ist Gott mehr als ein Phantasieprodukt?“ vor etwa 20 Zuhörern statt. Teilnehmer beider weltanschaulicher Perspektiven waren vertreten und die Unentschiedenen fanden die atheistischen Argumente ganz sicher überzeugender als die theistischen …

Nach der Diskussion ruhten wir uns im Paradiespark unter sternenklarem Himmel von einem langen und ereignisreichen Tag aus. Aber auch die Träume über die tollen zukünftigen Atheistentage konnten die „Geschichten aus Milliarden und einer Nacht“, die Florian uns versprochen hatte, nicht vergessen machen. Leider konnte er jedoch aus Krankheitsgründen sein Versprechen nicht einlösen.

Der sonntägliche Vormittag begann gegen 10 Uhr, wie es sich gehört, mit einem Monsterdienst, einer zünftigen Nudelmesse, zelebriert von →Elli Spirelli und Bruder Spaghettus von der Kirche des Fliegenden Spaghettimonsters. Drei Brüder konnten – Monster sei Dank – neu in die Gemeinde der gläubigen Pastafari aufgenommen werden.

Danach brach die Gemeinde zur Wanderung in die steinerne Vergangenheit der Erde auf, die →Ole uns am Beispiel der Jenaer Berglandschaft spannend beschrieb. Für den →Berg, den wir in einem schweißtreibenden Marsch in zwei Stunden nach oben wanderten, brauchte die Sedimentation rund 10 – 20 Millionen Jahre und ist 220-280 Millionen Jahre alt. Oben angekommen wurden wir sogar mit Fossilienfunden und einem grandiosen Blick über Jena belohnt.

Den Abschluss fand der 1. Ökumenische Atheistentag im ältesten Jenaer Gasthaus. Auch dort wurde noch fleißg weiterdiskutiert. Aber in einem waren sich alle Teilnehmer einig:

Der 2. Ökumenische Atheistentag kommt bestimmt.

Und die Planung beginnt jetzt!

Der häufigste Einwand gegen die Anwendung naturwissenschaftlicher Methoden und logischer Argumentation auf die Gottesfrage ist, dass dieses „Gott“ außerhalb von Raum, Zeit und Logik stehen soll und deshalb derlei Gesetzen nicht unterworfen sei.

Daniel Dennett hat auf diesen Einwand in seinem Buch „Darwin‘s Dangerous Idea: Evolution and the meanings of life“ eine simple und dabei sehr einleuchtende Antwort gegeben:

Wunderbar, lass uns diesen Einwand überdenken. Aber ich bezweifle, dass der Verteidiger der Religion es besonders angenehm finden wird, wenn wir es sorgfältig untersuchen.

Der Philosoph Ronaldo de Souza beschrieb philosophische Theologie einst als „intellektuelles Tennis ohne Netz“ und ich gebe zu, dass ich tatsächlich bis jetzt unhinterfragt angenommen habe, dass das Netz des rationalen Urteils aufgespannt sei. Aber man kann es natürlich auch abnehmen, wenn du willst.

Dein Aufschlag.

diogen

Was auch immer du vorbringen wirst werde ich folgendermaßen beantworten:

„Aus dem was du sagst folgt zweifelsfrei, dass Gott ein Schinkenbrot in Silberfolie ist. Das ist nicht gerade ein verehrungswürdiger Gott“.

Wenn du dann zurückschlägst, indem du wissen willst, wie ich meine Behauptung logisch rechtfertigen will, dass dein Aufschlag eine derart groteske Schlußfolgerung zuließe, werde ich antworten:

„Oh, du willst das Netz für mein Rückspiel wieder aufgespannt haben, nicht aber für deine Aufschläge?“

Entweder ist das Netz aufgespannt oder es ist abgenommen. Wenn das Netz unten ist, gibt es keine Regeln und jeder kann beliebig alles sagen was er will. Das Idiotischste das man sich denken kann. Ich habe dir nur zugestanden, dass du nicht deine oder meine Zeit verschwenden willst indem wir ohne Netz spielen.

Es ist soweit

August 21st, 2010

Wir treffen uns um 12 am Phyletischen Museum zum

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Trost für Atheisten

August 19th, 2010

solace

Als einer wichtigsten Gründe für den Glauben an „Götter“ wird der Trost genannt, den dieser Glauben versprechen soll. Das bedingungslose Vertrauen auf „Gottes ewigen Ratschluss“ gilt als Hilfe in allergrößter Not, in tiefster Angst, bei scheinbar endloser Hoffnungslosigkeit und schwerster Bedrückung.

Doch was bleibt Atheisten? Worin finden Atheisten wirklich echten Trost?

Bitte überlegt doch einmal, was Euch in Zeiten größter Angst um Euer Leben und das Leben Eurer Lieben hilft und schreibt es mir hier unten auf!

… oder kann es für Euch keinen Trost geben?

(Bitte anonym antworten – also auch bekannte Pseudonyme vermeiden!)

Kein Witz: Derart merkwürdige Ansichten sind Unterrichtsstoff in Brandenburger Schulen.

Das Landesinstitut für Schule und Medien Berlin-Brandenburg hat neue Unterrichtsmaterialien zum Thema „Opposition und Repression in der DDR“ erarbeitet. Dort kommen auch Zeitzeugen zu Wort, wie z.B. der heutige Polizei-Pfarrer und ehemalige Bürgerrechtler Stephan Bickhardt. Der wird mit folgenden Worten zitiert:

Sich aufregen lassen ist […] die Voraussetzung von Engagement. Aber dass es dazu kommt, da muss man sensibilisiert sein […] dafür, dass der Mensch über allen Institutionen steht. […] Und wenn wir von der Sensibilisierung für das Menschliche reden, dann gehört eben dieser spirituelle Zusammenhang auch mit dazu. Ich kann mir eigentlich nicht vorstellen, dass Menschen, die einen lebendigen Glauben haben, die Achtung vor dem Nächsten, die das ja sofort mit einschließt, Spitzeldienste zum Nachteil anderer übernehmen. Dieser gewöhnliche Atheismus im Osten hat auch zu dieser Desensibilisierung mit beigetragen.

Schopenhauer über Religion

August 13th, 2010

„In früheren Jahrhunderten war die Religion ein Wald, hinter welchem Heere halten und sich decken konnten. Aber nach so vielen Fällungen ist sie nur noch ein Buschwerk, hinter welchem gelegentlich Gauner sich verstecken.“

(A. Schopenhauer, dt. Philosoph, Über Religion)

In der Dokumentation berichtet die BBC über ein geheimes Dokument, das festlegt, wie man mit dem Kindesmißbrauchsskandal in der Katholischen Kirche umgeht.

Crimen Sollicitationis wurde von Joseph Ratzinger erstellt – bevor er Papast wurde.

Es instruiert Bischöfe, wie mit Vorwürfen des Kindesmißbrauchs umzugehen sei – und nur wenige Außenstehende haben es bisher zu Gesicht bekommen.
Kritiker meinen, das Dokument diente dazu, der Verfolgung von sexuellen Straftaten zu entgehen Mehr

Das Originaldokument (Englisch) (pdf)
EIne Interpretation (Englisch)

Die übliche Diskussion IV

August 9th, 2010

Ich diskutiere mal wieder mit einem Monotheisten. Der „Blogpastor Barnabas“ hat in seinem Blog einen unsinnigen Vergleich angestellt. Er hat das bekannte „Imagine no religion“ auf Sport, Sprache und Häuser übertragen. Das ist natürlich Unfug. Da er damit den (fehlerhaften) Bauplan und die (mangelhafte) Bedienungsanleitung mit der Bedienung (Sport, Sprache) und dem Objekt (Häuser) verwechselt.

ImagineNoReligion

In dieser Diskussion kommen wir natürlich vom Hundertsten ins Tausendste. Aber wie immer gehen dem Theisten allmählich die Argumente aus …

Ich dokumentiere unsere kleine Diskussion hier. Auf Barnabas‘ Blog ist es aber übersichtlicher zu lesen.

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