Vor drei Jahren startete Amnesty International eine Kampagne zur Rettung der Menschen von Darfur. Im Rahmen dieser Kampagne sangen viele bekannte Stars für ein Benefiz-Album Lieder von John Lennon. Unter anderem auch die Hymne der Atheisten „Imagine“. In dem Lied, in dem es um Frieden und Freiheit und eine Welt ohne Kriege um Besitz und Religionen geht, heißt es an einer wichtigen Stelle:

Imagine there’s no countries
It isn’t hard to do
Nothing to kill or die for
And no religion too

Amnesty International machte daraus folgende Version:

VIDEO zum Atheistentag

Mai 16th, 2010

Wißt Ihr was, ich würde gern so ein Video für den Jenaer Atheistentag machen:

Kriegt Ihr das hin, Euch mit ein paar Freunden – Atheisten, Brights, Freidenkern, Humanisten, Skeptikern, Naturalisten und Nichtatheisten – vor eine Videokamera zu packen und mir das Video zu schicken, dass ich es zusammenschneiden, mit Musik unterlegen und als Werbung für den Atheistentag in Jena posten kann? Meine Emailadresse steht →hier.

Bitte, bitte!!!!

Gibt auch ’ne Belohnung:

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„Der „Ökumenische Atheistentag“ ist ein Festival für alle Atheisten, Brights, Freidenker, Humanisten, Skeptiker, Naturalisten.

Also für alle Menschen, die wissen, dass es in dieser Welt mit „rechten Dingen“ zugeht.

Der „Ökumenische Atheistentag“ soll vom 21. bis 22. August in Jena stattfinden:

Hintergrundinfos hier und hier.

Um herauszufinden, mit wievielen Teilnehmern wir rechnen können, bitten wir hier um eine kurze Meldung:

Zunächst erstmal find ich’s super, dass hier so eine große Resonanz auf meine recht spontane Idee aufgekommen ist.

Das heißt offenbar, es gibt Bedarf an derlei Veranstaltungen.

Ich will auch nochmal kurz erklären, warum das ganze “Atheistentag” heißen soll (und nicht Laizisten-, Säkularisten-, Humanisten-, Freigeistertag oder sonstwie “positiv”):

Der “Ökumenische Atheistentag” in Jena soll ein Festival werden, zu dem sich ALLE Menschen treffen können. Menschen, die zwar einerseits in verschiedenen Formen in der Öffentlichkeit die Ansicht vertreten, dass es in dieser Welt mit rechten Dingen zugeht – die aber vor allem eins gemeinsam haben: Sie sind Atheisten.

Atheisten haben nun aber leider einen Ruf, vor allem “Spielverderber” zu sein.

Denn wir müssen immer alles kritisieren. Die Religionen, die Kirchen, die Muslime und vor allem uns gegenseitig und uns selbst.

Außerdem wird in der jorunalistischen Öffentlichkeit ein Bild geschaffen, in dem sinistre graue Herren mit viel Geld im Hintergrund unsere Aktivitäten steuern.

Und nicht zuletzt wird gern der Eindruck erweckt, Atheisten seien wenigstens politische Extremisten von Rechts oder von Links.

Das sind die Vorurteile, die wir im Vorfeld unseres Festivals mit aller Gewalt zu spüren bekommen werden.

Egal wir “positiv” wir die Veranstaltung bezeichhen.

Deshalb ist es sinnvoll, von vornherein in die Offensive zu gehen.

1. Wir sind Atheisten und stehen dazu

2. Wir wollen NIEMANDEN zum Atheismus missionieren, da Atheismus im Grunde selbst nichts ist, sondern lediglich die naturgegebene Freiheit von etwas.

3. Wir kritisieren NIEMANDEN für seine Herkunft, Hautfarbe, Religion oder Weltanschauung. Religiöse Menschen sind herzlich eingeladen, mit uns zusammen zu feiern!

Der Atheistentag soll ein Fest des Friedens, der Freude, der Freiheit und der Verständigung zwischen ALLEN Menschen, egal welcher weltanschaulichen Couleur sein.

Dieser 3. Punkt wird wahrscheinlich der schwerste ist aber gleichzeitig der wichtigste. Wenn wir das nicht schaffen, hat das alles keinen Sinn.

Klar werden muss:

1. Atheisten sind nicht die besseren Menschen – aber auch keine schlechteren.

2. Atheismus ist eine Eigenschaft, die Menschen von Natur aus haben und wobei sie sich dessen i.a.R. nicht bewußt sind.

Wenn es uns jedoch bewußt gemacht wird, sind wir in der Lage, uns ruhig anzuhören, was der andere zu sagen hat.

Als Atheisten ziehen wir immer die Möglichkeit in Betracht, dass wir uns irren. Absolute Wahrheiten gibt es für uns nicht. Wir freuen uns deshalb auf alle guten Argumente.

Hass, Gewalt und Niedertracht lehnen wir ab.

Wir wollen ein gutes und reiches Leben führen, feiern, lachen, singen. Unterschiedliche Menschen unterschiedlicher Kulturen und unterschiedlicher Ansichten kennenlernen. Auch mal heftig diskutieren. Wir wollen wachsen und reifen. Und lebenssatt sterben. Denn wir haben nur dieses eine Leben. Und das soll vor allem voll Freude sein.

Ein Leben als Atheisten eben, denn wir sind so frei.

Christen treffen sich oft und gern zu sogenannten „Kirchentagen“, die von einer interessierten Medienöffentlichkeit mit großer Beachtung begleitet werden.

Dort treffen sich fröhliche junge Leute, die singen und tanzen, spannende Vorträge über Homosexuellenheilung oder die Mission in muslimischen Ländern hören die das Bild der Kirche in der Öffentlichkeit damit erheblich aufmöbeln.

atheistentag

Wir wäre es, wenn wir deutschen Atheisten auch so einen Ökumene-Tag veranstalten? Ein Tag, auf dem sich Atheisten, Brights, Freidenker, Humanisten und Skeptiker in Deutschland mal zusammensetzen und sich ganz ungezwungen kennenlernen, zur Musik von Tim Minchin mitsingen oder zu John Lennon das Tanzbein schwingen, über Dieter Nuhr oder Georg Schramm lachen, sich an den Zeichnungen von Janosch und Ralph König erfreuen und sich ganz allgemein an ihrer religionsfreien Kultur ergötzen.

Und ich würde – zusammen mit örtlichen Atheisten/Brights/Humanisten/Skeptikern – diese Veranstaltung auch gern in Jena ausrichten.

Warum Jena?

1. Jena ist DIE Stadt des sogenannten „Atheismusstreits

2. In Jena steht das Phyletische Museum Ernst Haeckels

3. Jena hatte den ersten und bisher einzigen „Lehrstuhl für wissenschaftlichen Atheismus

4. In Jena findet zur Zeit die Ausstellung „Darwin im Depot“ statt, die die Reise Charles Darwins mit der Beagle unmittelbar erfahrbar macht.

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Also, wer kommt im August zu uns ins schöne Jena?

Die Veranstaltung muss natürlich nicht „Atheistentag“ heißen. Wie sie heißt, ist zwar nicht unwichtig, viel wichtiger ist jedoch, dass wir mal gucken, ob sowas wie ein Atheisten/Brights/Humanisten/Skeptiker-Treffen überhaupt geht.