Proof: Sweden is hell

November 30th, 2009

via blasphemieblog

That’s how the Bible was made

November 26th, 2009

Homosexual warning

November 26th, 2009

Die Bibel: Die frohe Botschaft II

November 16th, 2009

Heute aus dem →Buch Römer Kapitel 15 Vers 1 bis 5:

Jedermann sei untertan der Obrigkeit, die Gewalt über ihn hat. Denn es ist keine Obrigkeit ohne von Gott; wo aber Obrigkeit ist, die ist von Gott verordnet. Wer sich nun der Obrigkeit widersetzt, der widerstrebt Gottes Ordnung; die aber widerstreben, werden über sich ein Urteil empfangen. Denn die Gewaltigen sind nicht den guten Werken, sondern den bösen zu fürchten. Willst du dich aber nicht fürchten vor der Obrigkeit, so tue Gutes, so wirst du Lob von ihr haben. Denn sie ist Gottes Dienerin dir zu gut. Tust du aber Böses, so fürchte dich; denn sie trägt das Schwert nicht umsonst; sie ist Gottes Dienerin, eine Rächerin zur Strafe über den, der Böses tut. Darum ist’s not, untertan zu sein, nicht allein um der Strafe willen, sondern auch um des Gewissens willen.

Der agnostische Fehlschluss

November 14th, 2009

Üblicherweise stellt sich nach einer lange hin und her wogenden Diskussion zwischen Atheisten und Theisten irgendwann, scheinbar abschließend und unentscheidbar, folgendes Argument breitbeinig in den Raum:

1. Dass es eventuell Dinge gibt, die zwar existieren, für die es aber (noch) keinen Beweis gibt.
2. Wir kennen nur „unsere“, nicht die gesamte Realität.

Dies ist ein Argument, das regelmäßig von sogenannten „Agnostikern“ vorgebracht wird. Also Menschen, die von sich behaupten, dass sie zwar nicht an einen „Gott“ glauben, aber nicht ausschließen würden, dass so etwas geben könnte.

Mit dieser Positionierung hat sich der sogenannte „Agnostiker“ jedoch bereits als Theist geoutet. Denn um eine Sache überhaupt für sinnvoll möglich – also nicht für völlig ausgeschlossen – halten zu können, muss man sie definieren. Da aber jede sinnvolle Definition von Göttern scheitert, ja scheitern muss, offenbart der Agnostiker, dass er offenbar ein bestimmtes Gottesbild verinnerlicht hat, das er nicht sinnvoll artikulieren kann. Er glaubt also an einen (phantastischen) „Gott“ – sagt aber, dass er sehr daran zweifelt. Zu Recht. Denn wie wir wissen, handelt es sich bei Gottesbildern ausschließlich um Produkte der menschlichen Phantasie.

Ein „Agnostiker“ hält jedoch auch die reale Existenz eines „Gottes“ für nicht gänzlich ausgeschlossen – also für möglich.

Dafür, dass es eventuell Dinge gibt, die zwar existieren, für die es aber (noch) keinen Beweis gibt, müssten diese Dinge zumindest möglich sein.

Wir wissen aber, dass alle Definitionen, die es bisher von „Göttern“ gibt, gänzlich unmögliche Kriterien enthalten. Wie also kommt nun der „Agnostiker“ darauf, dass etwas Seiendes diese bekanntermaßen unmöglichen Eigenschaften trotzdem besitzen könnte?

Er verschiebt die Antwort kurzerhand in den Bereich des Undenkbaren. Mit den Worten:

Wir kennen nur „unsere“, nicht die gesamte Realität.

D.h. der „Agnostiker“ sagt also: „Dass ETWAS für uns nicht denkbar ist, heißt nicht, dass es nicht existiert.“

Problem einer solchen Aussage: „ETWAS“ ist ein Begriff. Und zwar ein Begriff, den wir im Bereich des Denkbaren verwenden. Wenn der „Agnostiker“ glaubt, er könne Begriffe aus dem Bereich des Denkbaren auf den Bereich des Undenkbaren anwenden, so irrt er. Das heißt, wenn jemand sagt, ein „Gott“ sei zwar für uns nicht sinnvoll denkbar aber trotzdem möglich, wendet er Begriffe auf den Bereich des Undenkbaren an – das aber ist sinnlos.

Alle Aussagen, die sich auf den Bereich beziehen, der hinter der Grenze des Denkbaren liegt, also auf das Undenkbare, sind, egal wie sie lauten, unsinnig und überflüssig. Man kann zwar sagen, dass man etwas über das Undenkbare sagt, tut es aber faktisch nicht. Da etwas Sinnvolles zu sagen und es nicht sinnvoll denken zu können sich notwendig ausschließt.

Wir sind also sozusagen dazu verdammt, nur Aussagen über das Denkbare treffen zu können. Da aber in „unserer Realität“ – also im (sinnvoll) Denkbaren – „Götter“ logisch und empirisch unsinnig und unmöglich sind, kann man mit absoluter Sicherheit sagen, dass es keine Götter gibt.

Dass wir nur „unsere“ und nicht die „gesamte“ Realität kennen – heißt eben auch, dass wir keine sinnvollen Aussagen über die Realität treffen können, die nicht die „unsere“ ist.

Ludwig Wittgenstein formulierte das einmal sehr treffend in Satz 7 seines: Tractatus logico-philosophicus:

„Wovon man nicht sprechen kann, darüber muss man schweigen.“

Fact and Fiction

November 10th, 2009

Kings Of Convenience in Paris

November 9th, 2009

Am heutigen 9. November 2009, zwanzig Jahre nach der Wende, hört man in vielen öffentlichen Reden von Menschen, die damals nicht dabei waren, viele große Worte. Gern und oft taucht in diesen Predigten von Vertretern der Bundesregierung und der Kirchen in letzter Zeit ein Satz auf, der die damalige Lage besonders beeindruckend wiedergeben soll:

„Wir waren auf alles vorbereitet, nur nicht auf Kerzen und auf Gebete.“

Bischof Wolfgang Huber, der ehemalige Ratsvorsitzende der Evangelischen Kirche Deutschlands, hat ihn →zitiert. Heute, im großen Gedenkgottesdienst in der Gethsemane-Kirche zu Berlin. Ein „Leipziger Einsatzleiter“ soll diesen Satz gesagt haben.

Doch hier irrt Huber.

staatundkirche#

Und er bleibt nicht der einzige. Und natürlich wird dieser Satz allen möglichen Repräsentanten des DDR-Staatsapparates in den Mund geschoben. Stasi-Chef Mielke →soll ihn gesagt haben. Oder er soll – nur ganz nebulös – „von staatlicher Seite“ bzw. von →“einem Menschen aus dem ZK der SED“ kommen.

Dagegen ist der ehemalige Leipziger Oberbürgermeister und Bundesverkehrsminister Wolfgang Tiefensee →überzeugt:

Die Öffnung der Grenze ist der Höhepunkt neben dem 9. Oktober. „Wir haben mit allem gerechnet“, sagte der Stasioffizier „außer mit Kerzen und Gebeten. Wir waren auf alles vorbereitet, außer auf Kerzen und Gebete.“ Das ist der entscheidende Punkt.

Dass dieser Satz von einem Leipziger Polizisten oder Stasioffizier stammt, ist allerdings eine Erfindung des Schriftstellers Erich Loest. Erich Loest läßt in seinem Roman „Nikolaikirche“ drei Stasioffiziere über das reden, was im Herbst 1989 geschehen ist, und er läßt einen der drei sagen: „Auf alles waren wir vorbereitet, nur nicht auf Kerzen und Gebete.“. Der Roman „Nikolaikirche“ wurde inzwischen auch verfilmt und so hat es dieses Zitat wohl unauslöschlich in die Köpfe der Menschen geschafft.

Der Theologe und Politiker Richard Schröder (SPD) →sagte dazu bei einer Rede am 26. Oktober diesen Jahres:

„Horst Sindermann (SED), damals Volkskammerpräsident, hat später gesagt: „Wir hatten alles geplant. Wir waren auf alles vorbereitet, nur nicht auf Kerzen und Gebete.“ Erich Loest hat dieses Wort in seinem Buch Nikolaikirche in dichterischer Freiheit dem Leipziger Polizeichef in den Mund gelegt. Es stammt aber von Sindermann. Er gehörte zu den wenigen Politbüromitgliedern mit Abitur.“

Horst Sindermann also. Die Bundeskanzlerin hat diese Version ebenso →kolportiert, wie das →Kirchenamt der EKD. Sogar eine →offizielle Broschüre der Bundesregierung wartet mit einer Zuschreibung dieses ominösen Satzes an Horst Sindermann auf.

Aber auch Horst Sindermann hat diese Worte vermutlich nie gesagt. Sindermann äußerte sich nur noch einmal öffentlich nach seinem Sturz in einem →Interview mit dem SPIEGEL. Darin finden sich die nun so oft zitierten Worte nicht. Stattdessen sagte Sindermann:

„Mir kommt es darauf an, ganz klar zu sagen: Wir sind vom Volk davongejagt worden, nicht von einer „Konterrevolution“. Wir würden uns doch lächerlich machen, wenn wir Bärbel Bohley, Pfarrer Eppelmann und andere zu „Konterrevolutionären“ erklären wollten. Der gewaltfreie Aufstand paßte nicht in unsere Theorie. Wir haben ihn nicht erwartet, und er hat uns wehrlos gemacht.

Kein Wort von Kerzen, keins von „Gebeten“. Stattdessen der gewaltfreie Aufstand ganz normaler Menschen, überwiegend Atheisten.

Das Zitat von den „Kerzen und Gebeten“ ist nichts anderes als eine wohlfeile Legende im Dienste der Reinwaschungsbemühungen von Kirchen und christlichen Parteien im Kampf um die Deutungshoheit über die kurze Phase eines politischen Aufbruchs in der Zeit von 1989 bis zum 3. Oktober 1990.

Grausame Bibel

November 6th, 2009

Link: Welt der Wunder .Bibel voller gewalt gewalt