Im Alten Testament steht viel über die Frage, woher der Monotheist seine Sklaven beziehen – von den heidnischen Nachbarvölkern – und wie er sie behandeln soll. Deshalb gilt das Alte Testament unter Christen auch als verpönt. Zuviele menschenverachtende Dinge sind darin zu finden. Angefangen von der expliziten Aufforderung zum Mord an Ehebrechern und Homosexuellen, bis hin zum Atheistenmord.

Wie weise und großherzig mutet dagegen die Bergpredigt an, die als Vorbild christlicher Ethik unserer Zeit gilt. Wenig wird stattdessen über die weniger versöhnlichen und warmen Worte des Jesus des Neuen Testaments gesprochen. Zu diesen gehören so verstörende Worte, wie:

“Ihr sollt nicht wähnen, daß ich gekommen sei, Frieden zu senden auf die Erde. Ich bin nicht gekommen, Frieden zu senden, sondern das Schwert.” Matthäus 10:34/35

“So jemand zu mir kommt und haßt nicht seinen Vater, Mutter, Weib, Kinder, Brüder, Schwestern, auch dazu sein eigen Leben, der kann nicht mein Jünger sein.” Lukas 14:26

“Meinet ihr, daß ich hergekommen bin, Frieden zu bringen auf Erden? Ich sage: Nein, sondern Zwietracht.” Lukas 12:51

“Doch jene meine Feinde, die nicht wollten, daß ich über sie herrschen sollte, bringet her und erwürget sie vor mir.” Lukas 19:27

Und ein Ausbund an Gewaltlosigkeit war Jesus natürlich auch nicht:

“Und er machte eine Geißel aus Stricken und trieb sie alle zum Tempel hinaus samt den Schafen und Ochsen und verschüttete den Wechslern das Geld und stieß die Tische um” Johannes 2:14

Und die Sklaverei verdammte er natürlich genau so wenig, wie andere Menschen seiner Zeit. Die Leibeigenschaft dient ihm sogar als Beispiel für eines seiner Gleichnisse, in dem er bedignungslose Unterwürfigkeit gegenüber seiner Person fordert:

136-sklave-in-handeisen

“Der HERR aber sprach: Wie ein großes Ding ist’s um einen treuen und klugen Haushalter, welchen der Herr setzt über sein Gesinde, daß er ihnen zur rechten Zeit ihre Gebühr gebe! Selig ist der Knecht, welchen sein Herr findet tun also, wenn er kommt. Wahrlich, ich sage euch: Er wird ihn über alle seine Güter setzen. So aber der Knecht in seinem Herzen sagen wird: Mein Herr verzieht zu kommen, und fängt an, zu schlagen die Knechte und Mägde, auch zu essen und zu trinken und sich vollzusaufen: so wird des Knechtes Herr kommen an dem Tage, da er sich’s nicht versieht, und zu der Stunde, die er nicht weiß, und wird ihn zerscheitern und wird ihm seinen Lohn geben mit den Ungläubigen. Der Knecht aber, der seines Herrn Willen weiß, und hat sich nicht bereitet, auch nicht nach seinem Willen getan, der wird viel Streiche leiden müssen.”Lukas 12:42-47

Die Begriffe “Knecht” und “Magd” stehen hier für Leibeigener, Leibeigene, Sklave und Sklavin, die man bei Ungehorsam natürlich unbesehen schlagen durfte. Das Wort “zerscheitern” bedeutet “zerschmettern”.

Gewaltlosigkeit? Liebe? Seligkeit?

Eher Drohung, Strafe, Atheistenhass.

3 Responses to “Jesus Christus billigte die Sklaverei”

  1. uberVU - social comments Says:

    Social comments and analytics for this post…

    This post was mentioned on Twitter by _sapereaude_: Jesus Christus billigte die Sklaverei – http://bit.ly/3Cs692

  2. Paul Says:

    Die ersten drei Zitate haben Sie nicht verstanden. Jesus will eine Revolution, seine Forderungen waren revolutionär. So etwas führt naturgemäß zu Problemen mit den eigenen Verwandten. Er fordert diejenigen, die ihm nachfolgen, auf, die eigene Familie seiner Sache unterzuordnen. Damit betont er ihre Wichtigkeit.

  3. sapere Says:

    Paul, man kann mit Revolutionsversprechen viel rechtfertigen.

    Es ist absurd und unmenschlich was die Autoren der Bibel ihrer Jesusgestalt in den Mund legen.

    Wie nennt man es, Ihrer Meinung nach, wenn Führer ihrer Meute befehlen, der Mission alles unterzurodnen; Unterordnung, die sogar den Hass der eigenen Familie fordert?

    Ich nenne so etwas faschistoid-totalitäre Ideologie.

Leave a Reply