Am morgigen Sonntag sind Bundestagswahlen. Voraussichtlich wird dann erneut eine Partei die Regierungsgeschäfte übernehmen, die bereits in den letzten vier Jahren (und Jahrzehnte davor) explizit und ungeniert religiöse Politik gemacht hat. Im Grundsatzprogramm der Christlich Demokratischen Union steht u.a.:

„Das christliche Verständnis vom Menschen gibt uns die ethische Grundlage für verantwortliche Politik … Unsere Politik beruht auf dem christlichen Verständnis vom Menschen und seiner Verantwortung vor Gott … Wir verstehen den Menschen als Teil der Schöpfung … Das christliche Menschenbild leitet uns auch in Zukunft … Nach christlichem Verständnis sind Mensch, Natur und Umwelt Schöpfung Gottes … Wir bekennen uns zur Präambel des Grundgesetzes und damit zu unserer Verantwortung vor Gott und den Menschen. Das Grundgesetz beruht auf Werten, die christlichen Ursprungs sind … Christliche Symbole müssen im öffentlichen Raum sichtbar
bleiben.“

Auch Politiker anderer Parteien vertreten ausdrücklich die Ansicht, dass Christen sich bewußt in die Politik einbringen sollten. Selbst prominente Politiker der Partei Die Linke tragen ihre religiösen Vorstellungen ungehindert in die Politik:


Der Christ Bodo Ramelow

Es ist an der Zeit, dass dem ein konsequentes Gegengewicht gegenübergestellt wird. Die Gründung einer explizit atheistischen Partei ist in Deutschland überfällig. Einer atheistischen Partei, die die Welt- und Wertvorstellungen von Atheisten, ihre politischen Überzeugungen und ihre Hoffnungen für eine friedliche, gerechte, lebenswerte und unzerstörte Welt in der politischen Öffentlichkeit vertritt, notwendigen inhaltlichen Auseinandersetzungen ein repräsentatives Forum gibt und die Kräfte der deutschen Atheisten bündelt.

Im gesellschaftlichen Bereich bekennender Atheisten gibt es sehr unterschiedliche Meinungen über Krieg und Frieden, Gerechtigkeit und Streben nach Glück, Umweltschutz und Wachstum. Aber es gibt unveräußerliche Grundpositionen. Diese zu diskutieren, festzulegen und nach Außen zu vertreten, dazu dazu sollte eine Partei deutscher Atheisten dienen.

Wer macht mit?

gods = fallacious reasoning

September 17th, 2009

Experten bei 3sat

September 16th, 2009

Christliche Mafia im Weißen Haus

September 13th, 2009

Wegen eines kritischen Beitrages über christliche Fundamentalisten ermittelt jetzt die Staatsanwaltschaft gegen das ZDF. In dem Beitrag „Sterben für Jesus – Missionieren als Abenteuer“, der am 4. August im ZDF-Magazin „Frontal 21“ ausgestrahlt wurde, wurden Bilder aus islamistischen Terrorcamps mit, laut Karl-Heinz Schröder, dem Geschäftsführer des Freien Evangelischen Regionalverbands Hannoversch Münden, „Aufnahmen seriöser, staatlich und kirchlich anerkannter theologischer Fachschulen verquickt“. Damit hätten die Autoren den falschen Eindruck erweckt, „terroristische, radikale und verfassungsfeindliche Organisationen“ seien dasselbe wie Evangelikale. Die Verantwortlichen der Sendung hätten damit in der Bevölkerung „Hass, Herabwürdigung und massive Vorbehalte“ gegen Christen geweckt, die in der Sendung pauschal als „evangelikal“ diskreditiert und dadurch massiv in ihrem öffentlichen Auftrag behindert worden seien.