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For those who enjoy atheism vs. theism debates, here’s the most complete list you’ll find on the web (451 of them and counting).

In einem Büchlein, das „50 Fragen und Antworten für den SS-Mann“ überschrieben ist, steht als erste Frage:

„Wie lautet dein Eid?“ Die Antwort ist: „Wir schwören dir, Adolf Hitler, als Führer und Kanzler des Deutschen Reiches Treue und Tapferkeit. Wir geloben dir und den von dir bestimmten Vorgesetzten Gehorsam bis in den Tod. So wahr uns Gott helfe !“

Die zweite Frage lautet: „Also glaubst Du an einen Gott ?“ Die Antwort lautet: „Ja, ich glaube an einen Herrgott. “ Die dritte Frage lautet: „Was hältst Du von einem Menschen, der an keinen Gott glaubt?“ Die Antwort lautet: „Ich halte ihn für überheblich, größenwahnsinnig und dumm; er ist nicht für uns geeignet. “

Ich habe Ihnen diese drei Fragen und Antworten mitgeteilt, um damit eindeutig unsere Stellung zur Religion darzutun.

Seien Sie überzeugt, wir wären nicht fähig dieses zusammengeschworene Korps zu sein, wenn wir nicht die Überzeugung und den Glauben an einen Herrgott hätten, der über uns steht, der uns und unser Vaterland, unser Volk und diese Erde geschaffen und uns unseren Führer geschickt hat.

Wir sind heilig davon überzeugt, daß wir nach den ewigen Gesetzen dieser Welt für jede Tat, für jedes Wort und für jeden Gedanken einzustehen haben, daß alles, was unser Geist ersinnt, was unsere Zunge spricht, und was unsere Hand vollführt, mit dem Geschehen nicht abgetan ist, sondern Ursache ist, die ihre Wirkung haben wird, die im unentwegten, unentrinnbaren Kreislauf zum Segen oder Unsegen auf uns selbst und auf unser Volk zurückfällt.

Glauben Sie, Menschen mit dieser Überzeugung sind alles andere als Atheisten. Wir verbitten uns aber, deswegen, weil wir uns als Gemeinschaft nicht für diese oder jene Konfession, nicht für irgendein Dogma festlegen, oder auch nur von irgendeinem unserer Männer dieses verlangen, unter Mißbrauch des Wortes Heide als Atheisten verschrien zu werden.“

Heinrich Himmler „Die Schutzstaffel als antibolschewistische Kampforganisation“ 1937. Zentralverlag der NSDAP., Franz Eher Nachf., München.

Christen für Hitler

Mai 30th, 2009

via kirchensumpf

Das geht an alle, die es inzwischen vergessen haben sollten oder beginnen, unter der beständigen Missionsarbeit von Theisten langsam das Interesse daran zu verlieren. Und hier (->LINK) begründe ich nochmal – für (fast) alle verständlich – wieso.

Terror

Mai 21st, 2009

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Am 10. Mai 2009 schrieb die Frankfurter Allgemeine Zeitung:

„Der Papst ist ein Deutscher, und auch der Verantwortliche des Vatikans für die religiösen Beziehungen zum Judentum, Kardinal Walter Kasper, ist ein Deutscher. Doch die vatikanische Israel-Politik folgt deshalb nicht der deutschen Staatsräson. Die Kirchenführer im Vatikan und in der Weltkirche blicken nicht so schuldbewusst auf Israel, wie es sich für Deutsche gehört. Die Kardinäle und Bischöfe, die uneingeschränkt jede Form von Antisemitismus verurteilen, wissen sehr wohl, dass die Täter von Auschwitz glühende Atheisten waren. (Hervorhebung von mir)

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– der Lagerkommandant von Auschwitz Rudolf Höß wurde als Sohn katholischer Eltern geboren. Sein Vater (Franz Xaver Höß, von Beruf Kaufmann) wollte, dass er katholischer Priester werde.

– die Familie des Auschwitz-Arztes Josef Mengele war streng katholisch, und auch die drei Söhne wurden in diesem Sinne erzogen. Mengele trat nie aus der Kirche aus, wie dies bei SS-Mitgliedern üblich war, und heiratete katholisch.

Adolf Eichmann, Organisator der Judenvernichtung, war als Jugendlicher im CVJM (= Christlicher Verein Junger Menschen) tätig und sagte 14.5.1961: „Ich erinnere mich in tiefer Dankbarkeit an die Hilfe katholischer Priester bei meiner Flucht aus Europa und entschied, den katholischen Glauben zu honorieren, indem ich Ehrenmitglied wurde.“ (zit. nach Ernst Klee, Persilscheine und falsche Pässe, Frankfurt am Main 1991, S. 25)

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Heinrich Himmler schrieb 1936 in einer Broschüre über die SS auf die Frage „Was hältst Du von einem Menschen, der an keinen Gott glaubt?“ folgendes: Die Antwort lautet: „Ich halte ihn für überheblich, größenwahnsinnig und dumm; er ist nicht für uns geeignet. “

Adolf Hitler erklärte in seiner letzten Rundfunkansprache vom 30. Januar 1945: „Der Allmächtige hat unser Volk geschaffen. Indem wir seine Existenz verteidigen, verteidigen wir sein Werk … Es lag in der Hand der Vorsehung, am 20. Juli durch die Bombe, die eineinhalb Meter neben mir krepierte, mich auszulöschen und damit mein Lebenswerk zu beenden. Dass mich der Allmächtige an diesem Tag beschützte, sehe ich als Bekräftigung des mir erteilten Auftrages an“

– 1938 waren 23,5 % aller SS-Führer protestantisch, 8,4 % katholisch, 68,1 % bezeichneten sich als gottgläubig, waren also in die erwünschte Distanz zu den Kirchen gegangen. (Paul Hoser, Schutzstaffel (SS), 1925-1945, in: Historisches Lexikon Bayerns).

Atheist steht für:

* einen Menschen, der überzeugt ist, dass keine göttlichen Wesen existieren, siehe Atheismus
* eine US-amerikanische Death-Metal-Band, siehe Atheist (Band)

Der FAZ-Autor meint also sicher die Death-Metal-Band

Für alle, die es noch nicht mitbekommen haben, die Atheisten in Deutschland sind ab sofort gespalten. Falken und Tauben, das ist die Charakterisierung amerikanischer Politik, die Kriegsbefürworter gegen Kriegsgegner stellt.

Falken und Tauben gibt es nun auch offiziell in Deutschlands Atheistenszene. Und beide wollen nichts mehr miteinander zu tun haben.

Am 6. Mai hat der stellvertretende Bundesvorsitzende des Humanistischen Verbandes und Präsident der Humanistischen Akademie, Frieder Otto Wolf, ein Manifest veröffentlicht, in dem er die Neuen Atheisten als Rechtsradikale und „Spaßguerilla“ anprangert und den Humanistischen Verband an die Seite der Kirchen stellt.

Denn der säkulare „Humanismus“ ist nichts anderes als eine Ersatzreligion, die „ mit den Menschen fühlt, sie erfasst und wärmt“.

Dagegen will der Neue Atheismus keine neue Religion aufmachen, er will über die alten aufklären, sie schonungslos kritisieren und den Menschen ansonsten selbst überlassen, was sie glauben und was nicht.

Religionsgemeinschaften, wie die Humanisten, die gemocht werden wollen, müssen Allianzen und Kooperationen suchen, müssen Bündnisse schmieden und Koalitionen eingehen, müssen Zugeständnisse machen und Kreide fressen, die offene Konfrontation meiden und sie müssen sich abgrenzen – abgrenzen gegen die, die nicht mehr bereit sind, Kompromisse einzugehen und den Fehdehandschuh der religiösen Rechten dankbar aufgenommen haben.

In Fragen des individuellen Rechts auf körperliche und seelische Unversehrtheit gibt es keine Kompromisse. Religionen töten. Das muss klar und deutlich gesagt werden.

Stattdessen schreibt Frieder Otto Wolf vollmundig von „Säkularismus und Bündnispolitik“, träumt von „Ethik plus Religion“, wettert gegen Laizismusinitiativen im Angesicht schrecklicher Weltkrisen und verortet die christlich-rechtsradikale Islamophobie in der konsequent säkularen Szene.

Und hier bläst der stellvertretende Präsident des HVD in das Horn der Kirchen, hatte doch erst vor wenigen Wochen ein einschlägig bekannter deutscher Bischof behauptet, der Atheismus sei verantwortlich für die schrecklichen Gewalttaten der letzten hundert Jahre und zwar von Rechts und von Links.

Atheisten sind für gar nichts verantwortlich. Atheisten sind Atheisten sind Atheisten. Das ist man nicht, weil man etwas erreichen will. Atheismus ist – im Gegensatz zum Humanismus – keine utopische Ideologie, sondern lediglich eine Zustandsbeschreibung, so wie z.B. Geschlecht, Herkunft, oder sexuelle Präferenz auch.

Die Initiative der Neuen Atheisten will auch keine neue Weltanschauungsgemeinschaft schaffen und andere nicht konvertieren. Die Bewegung des Neuen Atheismus gibt es nur aus zwei Gründen:

1. Atheisten wollen nicht länger diskriminiert und marginalisiert werden. Dass das der Fall ist, zeigt die von Wolf so gescholtene Buskampagne sehr gut. Atheisten müssen nun zeigen, dass das, was sie zu sagen haben, ebenso zu dulden und zu überdenken ist, wie die absurden Ansichten der theistischen Weltanschauungsgemeinschaften.

2. Wahnsinnige Ideologien aller Couleur müssen entlarvt und hemmungslos bloßgestellt werden, denn sie sind es, die über die letzten Jahrtausende Milliarden Lebewesen im Dienste utopischer Heilsphantasien größtmögliches Unglück bescherten.

Die Neuen Atheisten wissen nicht, was der Menschheit Glück und Frieden bringen wird. Sie wissen nur, dass eine Wahrheit ans Licht muss:

Es gibt keinen „Gott“.

Dies muss überall auf dieser Welt so selbstverständlich gesagt werden dürfen wie „Guten Tag“.

Solange dies nicht der Fall ist und solange Menschen verfolgt, verprügelt und getötet werden, weil sie wissen, dass es keine Götter gibt und das auch öffentlich kundtun, solange braucht es konsequente und mutige Atheisten.

Der Humanistische Verband Deutschlands mit Frieder Otto Wolf an der Spitze will der offenen Auseinandersetzung zwischen Theisten und Atheisten aus dem Weg gehen. Er hat Angst, die geschmiedeten Allianzen und erarbeiteten Bündnisse zu verlieren. Aber eines hat er bereits verloren: einen kompromisslosen Humanismus.

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Weitere Diskussionsbeiträge dazu hier, hier , hier und hier

via kirchensumpf