Während der Versuch der Beschneidung der Meinungsfreiheit durch den RWE-Konzern in Blogs bereits Kreise zieht, findet ein weiterer Skandal um die freie Meinungsäußerung in Deutschland bisher nur wenig Aufmerksamkeit. Zur Sache:

In Dortmund fahren seit kurzem Busse mit der Aufschrift „Keine Sorge: Es gibt Gott. Also: Schönen Tag!„.

kirchbus.jpg

Das Team der Buskampagne, das ebenfalls anfragte, die – mit Einschränkungen – gegenteilige Botschaft auf eben denselben Bussen zu verbreiten, wurde abgewiesen. Mit der Begründung, man transprotiere keine „glaubensverachtende“ Werbung.
Auf den Bussen sollte eine weit relativiertere Botschaft stehen. z.B.: „Es gibt mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit keinen Gott. Ein erfülltes Leben braucht keinen Glauben“.

kampagne.jpg

Was ist hier los? Wie geht sowas?

(Dieser Blogpost kann |hier| als .txt-Datei heruntergeladen und inklusive aller Links und Grafiken in das eigene Blog eingefügt werden)

11 Responses to “Meinungsfreiheit? Fehlanzeige!”

  1. Schützt Gott vor Meinungsfreiheit! - Agnostizismus, Atheismus, Deutschland, Menschenrechte, Religion - Feuerhaken.org Says:

    […] Dieses Problem hat selbstverständlich nicht, wer den allmächtige Gott auf seiner Seite hat. Deshalb darf auf den Bussen eben jener Dortmunder Stadtwerke auch der Slogan „Keine Sorge: Es gibt Gott. Also: Schönen Tag!“ geworben werden, während Slogans wie „Es gibt mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit keinen Gott. Ein erfülltes Leben braucht keinen Glauben“ als „glaubensverachtend“ abgelehnt wurden. Es berichtet sapere aude […]

  2. tada04 Says:

    es beschämt mich zu tiefst, dass auch in meiner heimatstadt, die sich seit 2008 mit einem neuen toleranzedikt im sinne des alten fritz‘ schmückt, die verkehrsbetriebe sich gegen die kampagne entschieden haben.
    biete daher meine atheistische körperhülle als werbefläche an und freu mich jetzt schon auf die hoffentlich bald erhältlichen t-shirts. und wenn die verkehrsbetriebe nicht mitmachen, wie wär’s mit privat-pkws? 😉

  3. froesi Says:

    religion ist heilbar.
    zwangsjacken für alle erkrankten!

  4. Lacin Karabulut Says:

    das was du da produziert hast ist so schwachsinnig, dass ich sogar darüber lachen muss=) a big nonesense!
    ich bin deist! jedoch bin ich offen für alles…atheist oder gläubig mir egal..aber dass du Gott als „es“ (….) bezeichnest bringt den Fass zum überlaufen! werd dir erstmal selber im klaren was du bist!

  5. Lacin Karabulut Says:

    Gott kann man beweisen? Aber kann man Gott auch nicht beweisen? himmm…will euch athesisten „Gottlosen“ mal sehen wie ihr in eurem strebebett verhält..=) vielleicht huscht mal so „zufällig“ ein gebet aus eurem mund – wie des öfteren=))
    obwohl ich kein religion-fan bin ist dein text unverschämt und respektlos! es git keine entschuldigung für deine wortwahl…denke sage was du willst aber formuliere es auch passend!

  6. sapere Says:

    Lacin Karabulut, wer bist denn Du?

    Dinge die nicht existieren kann man nicht beweisen. Du kannst z.B. nicht beweisen, dass Du keinen unsichtbaren, lila Wischmob im Kopf hast.

    Und ja, hin und wieder bete ich. Aber nicht zu einem übernatürlichen Mann, sondern einfach so für mich.

    Unverschämt und respektlos? Du fühlst Dich beleidigt? Soll ich Dir was sagen? Das läßt mich verdammt kalt.

    Willst Du mir drohen?

  7. mein-parteibuch.com » Wie Walter Mixa versucht, die Geschichte zu fälschen Says:

    […] öffentlichen Widerspruch gegen die steuerfinanzierten klerikalen Berufslügner darf es im Gottesstaat Deutschland sowieso nicht […]

  8. Sigi Ebner Says:

    Anbei Gedanken zu Gott von Daniel Hörnemann:

    Gott ist Liebe
    Man kann Gott verantwortlich machen
    für Hunger und Elend.
    Man kann Gott leugnen, weil er sich
    nicht sehen läßt und Unglück nicht verhindert.
    Man kann Gott mieten zu besonderen Anläßen:
    Er dient der Feierlichkeit und fördert den Umsatz.
    Man kann Gott nur für sich haben wollen
    und anderen – besonders Andersdenkenden –
    Gott absprechen.
    Man kann Got für die eigene Macht gebrauchen,
    indem man sagt, alle Autorität käme von Gott.
    Man kann im Namen Gottes Kriege führen,
    Menschen verdammen und töten
    und sagen, das sei Gottes Wille…

    Das alles aber ist gott-los.
    Man kann mit Gott nichts „machen“,
    weder ihn gebrauchen noch ausnutzen,
    denn Gott ist Liebe,
    und daran hat nur Anteil,
    wer diese Liebe in sich selber groß werden läßt.

    Diese Gedanken über Gott haben mich sehr beeindruckt und hängen an meiner Pin-Wand.

    Sigi Ebner
    Pfaffenhofen

  9. sapere Says:

    Gestattest Du eine Nachfrage, Sigi?

  10. sapere Says:

    ok, da wollte offenbar nur jemand seine meinung loswerden. gut.

    wenn „gott“ identisch mit liebe ist, können wir ja getrost auf das wort „gott“ verzichten. denn mit liebe können auch wir atheisten etwas anfangen.

    und dann geht das gedicht so:

    Liebe ist Liebe
    Man kann Liebe verantwortlich machen
    für Hunger und Elend.
    Man kann Liebe leugnen, weil sie sich
    nicht sehen läßt und Unglück nicht verhindert.
    Man kann Liebe mieten zu besonderen Anläßen:
    Sie dient der Feierlichkeit und fördert den Umsatz.
    Man kann Liebe nur für sich haben wollen
    und anderen – besonders Andersdenkenden –
    Liebe absprechen.
    Man kann Liebe für die eigene Macht gebrauchen,
    indem man sagt, alle Autorität käme von der Liebe.
    Man kann im Namen der Liebe Kriege führen,
    Menschen verdammen und töten
    und sagen, das sei der Liebe Wille…

    Das alles aber ist lieb-los.
    Man kann mit Liebe nichts “machen”,
    weder sie gebrauchen noch ausnutzen,
    denn Liebe ist Liebe,
    und daran hat nur Anteil,
    wer diese Liebe in sich selber groß werden läßt.

    Diese Gedanken über die Liebe haben mich sehr beeindruckt und hängen an meiner Pin-Wand.

    Schön, oder?

    Eine Welt ohne das blöde Wort „Gott“ könnte so schön sein.

  11. Schützt Gott vor Meinungsfreiheit! - Feuerhaken.org Says:

    […] Dieses Problem hat selbstverständlich nicht, wer den allmächtige Gott auf seiner Seite hat. Deshalb darf auf den Bussen eben jener Dortmunder Stadtwerke auch der Slogan „Keine Sorge: Es gibt Gott. Also: Schönen Tag!“ geworben werden, während Slogans wie „Es gibt mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit keinen Gott. Ein erfülltes Leben braucht keinen Glauben“ als „glaubensverachtend“ abgelehnt wurden. Es berichtet sapere aude […]

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