Der einschlägig bekannte ehemalige Religionswissenschaftler und jetzige Publizist Dr. Michael Blume wird nicht müde zu behaupten, dass das “Verhalten zu und der Glaube an übernatürliche Akteure”, also Gotteswahn, ein evolutionärer Selektionsvorteil sei, der u.a. durch stabilere Ehen von Monotheisten gewährleistet wäre. Abgesehen von der Tatsache, dass die Stabiltität einer Ehe nichts über ihre Kinderhäufigkeit und das Kindeswohlbefinden aussagt, ist für das Kinderkriegen keine eheliche Lebensgemeinschaft erforderlich. Gut die Hälfte der Kinder werden in Ostdeutschland (80% Atheisten) heute in nichtehelichen Lebensgemeinschaften (NEL) geboren:


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Darüber hinaus hatten Ostdeutsche offenbar eine glücklichere Kindheit als Westdeutsche. Einer repräsentativen Umfrage der Gruner+Jahr-Zeitschrift “emotion” unter 1731 Personen zufolge, geben mehr Ostdeutsche (75%) als Westdeutsche (70%) an, eine glückliche Kindheit gehabt zu haben.

Aber um Deutschland soll es hier ja eigentlich gar nicht gehen.

In einer landesweiten repräsentativen Telefonumfrage unter 3614 Erwachsenen in den USA konnte die “Barna Research Group”, eine christlich motivierte Umfragegesellschaft, im Jahr 2004 eine Scheidungsrate von 37% für Atheisten und Agnostiker ermitteln. Diese lag genauso hoch (35%) wie die Scheidungsrate aller befragten sogenannten “wiedergeborenen” und nicht-wiedergeborenen Christen. Fünfundzwanzig Prozent der Katholiken hatten bereits eine Scheidung hinter sich – im Vergleich zu etwa 39% Protestanten. Interessant ist, dass vor allem christliche Fundamentalisten (Pentecostals) die höchste Scheidungsrate dieser Studie (44%) aufwiesen.

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