Phantasie und Wirklichkeit

Dezember 8th, 2008

Für manche Menschen, die an übernatürliche Männer glauben (Christen, Muslime, Juden usw.), sind die Ergebnisse naturwissenschaftlicher Forschung nichts anderes als Meinung. Ein Glaube, der dem jeweiligen Träger Sinn und Verständnis ermöglicht – aber genauso beliebig und diskutabel wie Philosophie, Theologie oder vergleichbare, rein imaginative Formen menschlicher Verstandestätigkeit.

Deshalb ist für sie auch die Evolution des Lebens keine Tatsache, sondern eine Meinung, die rein argumentativ (vorzugweise mit Autoritätsargumenten) widerlegt werden könnte.

Dass es hier kein Mißverständnis gibt: Argumente sind wichtig, Diskussion und Interpretation naturwissenschaftlicher Forschung unvermeidlich, aber doch wohl ausschließlich auf der Basis natürlicher Tatsachen und Methoden.

Evolutionsgegner argumentieren aber nicht mit Fakten und Tatsachen natürlicher Phänomene, sondern mit den Ergebnissen ihrer phantasievollen Verstandestätigkeit.

Die Aussage, dass das Leben von einem biblischen “Gott” einfach so aus dem Nichts geschaffen wurde, wie es in einem 3000 Jahre alten Buch steht, das von etwa 40 Autoren der vorwiegend vorchristlichen Zeit verfasst wurde, ist für sie gleichbedeutend mit naturwissenschaftlicher Forschung, die Millionen Menschen gleichzeitig mit modernsten Methoden an der Entstehung und dem Funktionieren der Welt forschen läßt und dabei Milliarden Bücher, Zeitschriften und – ja auch Prophetien, d.h. verläßliche Vorhersagen über das Verhalten von Mensch und Natur produziert.

Es ist absurd und gleichzeitig erschreckend.

Und noch erschreckender ist die Agitationstätigkeit der Lobby dieser skurrilen Weltanschauung.

Da werden Filme gemacht, die suggerieren sollen, dass der Großteil naturwissenschaftlicher Forscher in der Angst lebt, die Wahrheit nicht ans Licht bringen zu dürfen. Die Wahrheit, dass die Welt auf unerklärlich magische Weise durch ein intelligentes Wesen geschaffen worden sein mußte.

Doch warum wehrt sich die scientific community so sehr gegen diese nachvollziehbare, weil einfache Argumentation?

Aus dem einzigen Grund: Naturwissenschaftliche Forschung beruht auf Tatsachen. Magie ist keine Tatsache, sondern die Erklärung der intellektuellen Kapitulation.

Selbst wenn die Welt durch ein superintelligentes Wesen geschaffen worden sein sollte, hätte naturwissenschaftliche Forschung nur die Aufgabe, herauszufinden, wie die Welt entstanden ist – auf der Basis natürlicher Tatsachen und Methoden.
Wenn man dabei zu dem Ergebnis kommen würde, dass es ein superintelligentes Wesen gibt, das die Welt erschaffen hat, dann müßte man das wohl so akzeptieren.

Im Moment sieht es allerdings eher nicht danach aus.

God? No!

Dezember 1st, 2008

No longer content to silently disavow religion, the so-called New Atheists are on the offensive. Borrowing tactics from the faithful, nonbelievers have taken to proselytizing in books and in the media. And yes, they’re even in foxholes.