“Kämpfe niemals gegen die Religion oder gegen anderes, was von Gott abzuhängen scheint, denn all dies hat zuviel Gewalt über die Geister von Toren.”
    Francesco Guicciardini

reli-intelligence.gifWas bisher eher aphoristisch oder polemisch durch atheistische Literatur und Blogs geisterte, hat in diesem Jahr erneut handfeste sozialwissenschaftliche Unterstützung erhalten. Klügere Menschen sind offenbar weniger religiös. Dass Religion dumm macht, dürfte dabei wohl eher die schwächere Hypothese sein. Dass sich geistig Minderbemitteltere eher zur übernatürlichen Welterklärungen hingezogen fühlen, ist da wahrscheinlich plausibler.

reli-intelligence2.gifEiner der meistzitiertesten dänischen Psychologen, Helmuth Nyborg, hat im September in einer aufsehenerregenden Studie zeigen können, dass Anhänger fundamentalistischer Religionsgemeinschaften bis zu zehn Punkte weniger auf der Intelligenzskala aufwiesen als Atheisten. Agnostiker wiederum lagen etwa zwei IQ-Punkte hinter den Atheisten.

Nyborg hatte in seiner Studie “The intelligence–religiosity nexus: A representative study of white adolescent Americans “, die er in der angesehenen Fachzeitschrift “Intelligence” veröffentlichte, die IQ-Werte von 12–18jährigen weißen amerikanischen Jugendlichen verglichen und mit folgender Erkenntnis geschlossen:

“Im Sinne der Evolution reagieren moderne Atheisten rational auf emotional-kognitive Herausforderungen, während religiös Liberale und Fundamentalisten weiterhin in altertümlichem, irrationalem und übernatürlichem Wunschdenken verharren.”

Im Jahr 2006 hatte Nyborg übrigens zeigen können, dass es keinen Zusammenhang zwischen dem Sternzeichen und bestimmten Persönlichkeitseigenschaften, wie Extraversion, was zum Beispiel Kontaktfreudigkeit und Offenheit spiegelt, Neurotizismus, der unter anderem mit der Ängstlichkeit eines Menschen zusammenhängt, und Psychotizismus, der für Merkmale wie Impulsivität, Aggressivität und Kreativität steht, gibt.

14 Responses to “Religiöse sind dümmer als Atheisten”

  1. Robby Says:

    IQ-Werte von 12-18jährigen *hust* (Ja, bei aller Stabilität von Intelligenz sehe ich hier Entwicklungsmöglichkeiten und vor allem Unterschiede. Das aber mehr als Kritik zur Studie als gegen die Inhalte des Eintrags :))

  2. MK Says:

    Schade dass du hier nicht auf die Juden und Episcopalen eingehst, die ja nach deiner Studie ja schlauer sein sollen als Atheisten 🙂

    Gut dass ich bei all meinen IQ Ergebnissen einen Wert immer über 130 hatte und dementsprechend schlauer bin als ein Atheist !

    Agnostiker sind halt (aus meiner sicht) schlauer als Atheisten, denn man kann keine Aussagen machen ob ja oder nein.

    Aber was mich am meisten stört, zumindest an viele Atheisten bei dir und dem Brightblog, anstatt Geld für irgendwelche Busse zu verschwenden, sollte man das Geld für humane Zwecke spenden und dann darüber werbung machen ! Das würde viel mehr positive Resonanz geben als ne sinnlose Aktion wo nur Werbeagenturen und die Busbetriebe was verdienen.

    Das würde auch das Bild des Atheisten verbessern

  3. sapere Says:

    Och, das mit den Anglikanern und Juden ist eigentlich gar nicht so schwer zu erklären: Die meisten Mitglieder dieser Religionsgemeinschaften sind sogenannte Nennmitglieder. Die zahlen ihren Beitrag und/oder fühlen sich ihrer Kulturgemeinschaft einfach verbunden, an Gott glauben dort die wenigsten. Die Juden sind übrigens – als sehr kleine Religionsgemeinschaft – die Religionsgemeinschaft mit der größten Zahl an atheistischen Mitgliedern (etwa 50%).

    Die anglikanische Kirche hat ihre Wurzeln und ihre Hauptstrukturen in Großbritannien. Dort glauben allerdings nur 40% an einen Gott.

    Man kann also schließen: Je religiöser desto …

    Übrigens, MK, dass Du einen IQ von 130 haben willst, glaube ich Dir nach dem Lesen Deines Kommentars sofort. Welchen IQ-Test hast Du denn gemacht?

    Ich spende übrigens sowohl meine Zeit, als auch mein Geld für “humane Zwecke” und erlaube mir nebenbei noch den Spaß, öffentlich klarzustellen, dass Atheisten keine Bürger zweiter Klasse sind.

    Agnostizismus, Relativismus oder Beliebigkeit sind Möglichkeiten, sich mit der Welt auseinanderzusetzen – oder besser gesagt – nicht auseinanderzusetzen.

    Es gibt allerdings Fragen, die man ohne weiteres beantworten kann. Zu diesen Fragen gehört die nach der realen Existenz von “Göttern”.

    Die gibt es nämlich nicht – und das lässt sich sehr leicht zeigen.

  4. MK Says:

    2 Stunden offline Test bei der Mensa EV, google mal danach.
    Und Du brauchst es mir nicht glauben, reicht mir dass ich es weiß 🙂

    Desweiteren sollte man sich nicht nur auf die Giordano Bruno Stiftung Umfragen beziehen, denn es gibt genügend andere Umfragen alternativer Einrichtungen die ein völlig anderes Bild zeigen.
    Auch das es 30% Konfessionslose in Deutschland gibt, heißt nicht dass es 30% Atheisten sind, verstehe jeden gläubigen Steuerzahler der keine Kirchensteuer zahlen will.

    Und deine Aussage “und das lässt sich sehr leicht zeigen” ist leider nicht richtig. Denn wie willst Du es mir zeigen? Nur weil es die Evolution gibt ? beweist leider nur dass es die Evolution gibt, dass es den Urknall gab der zuvor eine Singularität war? Beweist nur dass der Urknall aus etwas entstanden ist, was die Physiker noch nicht erklären können und vieleicht oder auch wahrscheinlich nie können.
    Besonders wenn man bedenkt dass sehr viele Astrophysiker gar nicht mal an einen Urknall glauben so z.b. Hawking und 270 andere bekannte und weniger bekannte Physiker.
    Ich will damit nicht sagen dass es Gott gibt oder nicht, aber man kann keine Aussage dazu machen und wird es vielleicht auch nie können.

    Aber was ich momentan richtig schlimm finde, auf Seiten der Kirche und den Atheisten in England wurde Geld verschwendet, welches viel sinnvoller hätte verwendet werden können.
    Und nun machen die Atheisten hier(Deutschland) aus meiner Sicht denselben Fehler, denn das Geld wäre 100% besser in einen Humanen zweck angelegt. Oder auch in den Büchern , die die Giordano Stiftung rausgibt.
    Denn was werdet ihr damit erreichen? Ich denke nichts, es wird darüber diskutiert und dann zu den Akten gelegt. Auf der einen Seite fühlt sich der Atheist bestätigt, auf der anderen Seite wird man damit keinen wirklich gläubigen auf die Seite des Atheismus ziehen können.
    Und das Ergebnis ist dann: Man hat vieleicht bis zu 150.000 € für eine Kampagne ausgegeben welche die Ansichten der Atheisten bestärkt, aber keinen gläubigen auf die nicht Glaubensseite zieht.

    Beste Grüße

  5. sapere Says:

    MK, solltest Du diesen Test hier meinen, dann hast Du sicher folgenden Hinweis nicht überlesen:

    “Achtung: Sie sollten den Test innerhalb von 20 Minuten ausfüllen, um ein realistisches Ergebnis zu erhalten.”

    Wenn Du also für den Mensa-Test 2 Stunden gebraucht hast, könnte Dein Ergebnis vielleicht etwas unpräzise sein.

    Wenn Du noch Fragen hast, wie richtige Wissenschaftler wohl zu der Gottesfrage stehen:

    http://www.stephenjaygould.org/ctrl/news/file002.html

    Meine Zahlen zur Atheistenrate habe ich nicht von der Giordano-Bruno-Stiftung.

    Allein in Ostdeutschland gibt es 20% überzeugte Atheisten bei 80% Konfessionslosen.

    Dass es keine Götter gibt, läßt sich leicht zeigen, wenn Du mir Dein persönliches Gottesbild verrätst. Das widerlege ich Dir dann Stück für Stück, wenn du möchtest.

    Das ist leider die einzige Möglichkeit. Da es keine Götter gibt, kann man natürlich nicht ihre Nichtexistenz beweisen, sondern immer nur die abstrusen Hypothesen über ihre angeblichen Eigenschaften widerlegen.

    Dass es also keine Götter gibt, läßt sich sehr schön zeigen. Ist ja oft genug gemacht worden.

    Noch einmal: Das Geld, das hier “verschwendet” wurde, hat eine lange notwendige Debatte in Gang gesetzt.

    Wieviel Geld hast Du im letzten Jahr für humanitäre Zwecke gespendet – und wieviel Geld für überflüssigen Mist ausgegeben? Wenn Du das aufwiegst und dabei die publizistischen Folgen, die unsere Kampagne hat mit einberechnest, fällt Dir bestimmt auf, dass es sich lohnen könnte.

    Wenn nämlich von den 3 Millionen überzeugten Atheisten in Ostdeutschland jeder 20 Euro für die Kampagne spendet, kommen dabei etwa 150.000 Euro zusammen, mit denen man locker ein paar Busse bestücken kann. Und nun sag mir mal, ob die Summe, die Du in Deinem Leben für jemals für humanitäre Zwecke ausgegeben hast, die 20 Euro übersteigt!

    Es geht übrigens nicht darum, jemanden von irgendetwas zu überzeugen, sondern eine Debatte anzustoßen.

    Nicht mehr und nicht weniger.

    Und das ist mir – ehrlich gesagt – die 20 Euro wert. Denn, wie gesagt, wie andere Atheisten auch, bin ich einerseits ehrenamtlich tätig und ich spende jährlich eine nicht unerhebliche Summe für allgemeinnützige Zwecke. Also bitte halt mir keine Vorträge, dass ich mein Geld lieber spenden soll, als für eine Kampagne auszugeben, die eine notwendige gesellschaftspolitische Diskussion befeuert, die ich für außerordentlich relevant halte.

  6. MK Says:

    Wie gesagt, ein Aufnahmetest bei der Mensa e.V. ist mehr als ausreichend, du kannst ihn ja auch mal probieren, mal schauen ob du aufgenommen wirst. (solltest wie gesagt unter Offline test in deiner Stadt oder nähe schauen, hier für Dich ein link: https://mind.laterne.de/tests.htm , wenn Du ihn gemacht hast sag mal bescheid ob du Mitglied werden kannst)

    Und ich hab nicht gesagt dass ich irgendwelche Götterbilder habe oder ? Wenn doch würde ich gerne diesen Absatz in meiner aussage gerne sehen. Wenn Du meine Texte vollständig lesen würdest, wäre Dir vieleicht aufgefallen dass ich agnostiker bin.

    Und ich habe sicherlich schon mehr als 20 € gespendet, als Jurist (kann Dir gern mein exam einscannen, sofern Du mir dieses auch wieder nicht glaubst) habe ich mehr als genug Geld für sowas zur verfügung

    Aber was ich ich hier merke, du gehst in keinster weise auf meine Argumente ein, bewiesen ist nichts und dementsprechend kann man weder sagen es gibt götter noch es gibt keine.
    Aber ich merke schon dass eine Diskussion, wo man nicht auf die Argumente eines “Gesprächspartner” eingeht nicht viel bringt

  7. sapere Says:

    MK, ohne Dir zu nahe treten zu wollen, Du willst mir sicher nicht ernstlich weißmachen, dass Du Jurist bist, oder? Liest Du manchmal, was Du schreibst?

    Um mich meiner Intelligenz zu versichern bedarf ich keiner IQ-Tests. Und um es noch einmal deutlich zu sagen: Selbst wenn Du Einstein persönlich wärst und gleichzeitig an einen “Gott” glauben würdest (was ja bekanntermaßen nicht der Fall war) es wäre kein Hinweis darauf, dass es keinen Zusammenhang zwischen Religiosität und Intelligenz gibt. Der statistische Zusammenhang ist da und durch mehrere Studien abgesichert.

    Zu Deinem Gottesbild: Mir ist durchaus aufgefallen, dass Du Dich als “Agnostiker” siehst. Damit hältst Du definitionsgemäß die Existenz eines oder mehrerer “Götter” für möglich, die Möglichkeit der Existenz transzendenter Wesen oder Prinzipien wird vom Agnostizismus nämlich grundsätzlich nicht bestritten.

    Wenn Du aber die MÖGLICHKEIT einer Sache in Betracht ziehst, mußt Du wissen wovon Du sprichst. Wenn Du also einen “Gott” für “möglich” hältst, solltest Du auch begründen wieso Du das tust und damit mußt Du begründen, was dieses “Gott”-Ding eigentlich sein soll und warum Du es überhaupt für möglich hältst.

    Ich gehe also sehr wohl auf Deine Argumente ein.

    Bewiesen ist bereits tausendfach, dass es keine Götter gibt (Siehe Befunde der Astronomie, Evolution, Psychologie) – und darüber hinaus, dass diese auch nicht möglich sind (Siehe Gottesbeweise).

    MK, es ist doch so: Alles, was die Menschen nicht verstehen, wird der geheimnisvollen Wirkung eines angeblichen “Gottes” zugeschrieben, anstatt einfach zu sagen, ich verstehe dies oder jenes nicht. Vor tausend Jahren glaubte man, dass “Götter” auf dem Olymp wohnten, später – als man den Olymp bestiegen hatte, dass sie im Himmel wohnen. Als man den erobert hatte, dass sie ganz tief im Weltall wohnen und – seitdem man das erforscht – dass ein “Gott” den “Urknall” gemacht hat. Diese “Götter” sind also immer da, wo wir gerade nicht hinschauen können.

    Die “Erklärung” das hat ein “Gott” gemacht ist also keine wirkliche Erklärung. Es ist eine Anthropomorphisierung nichtmenschlicher Phänomene, so wie Kinder die Tischkante hauen, an der sie sich gestoßen haben.

    Als Jurist mit “exam”, der mehr als genug Geld zur Verfügung hat, zu spenden was das Zeug hält, gibst Du sicher auch eine ganze Menge Geld für Schnickschnack aus, oder? Zahlst Du Geld an Deine Berufsgenossenschaft, einen Sportverein, eine Partei, eine Kirchgemeinde? Wieviel ist das im Jahr?

    Wenn Du jetzt aus der Diskussion aussteigst, machst Du klar, dass Du keine Argumente mehr hast.

  8. MK Says:

    Ich habe schon noch Argumente, aber du nimmst mich ja nicht ernst, und auch wenn du es nicht glaubst, ich habe an der Universität Hamburg Jura im Hauptfach studiert und Arbeite momentan für wolterskluwer, einen der größten Fachverlage Deutschlands, nach lexisnexis und Beck Verlag.
    Mein Fachbereich ist Medien und Kommunikation, was unter anderen TKG ( Telekommunikationsrecht ) UrhG (Urheberrecht) und im grossen und ganzen Medienrecht selber beinhaltet.
    Meine Profs. könnte ich dir hier auch noch aufzählen, achja wenn du möchtest kann ich dir auch meine E-Mail vom Fachverlag mitteilen.

    Desweiteren tu mir doch den gefallen und investiere 2 Stunden in einen IQ Test von Mensa, das Ergebnis würde mich sehr interessieren.

    Desweiteren was beweist bitte die Evolution? Nur dass sich höher entwickelte wesen ohne Einfluss von irgendwelchen Göttern gebildet haben, aber nicht das es Götter gibt oder nicht.

    Psychologie selber kann überhaupt keine Aussage machen ob es Götter gibt oder nicht (schätze du wolltest hier auf Neurologie eingehen, oder auch nicht).

    Und bzgl. Astrophysik, gibt genügend Astrophysiker die auch an gott glauben, gab da sogar schon einen Artikel auf Spiegel.de und ein dir sicher bekannter Astrophysiker der mit Göttern kein Problem hat ist unter anderem Harald Lesch.

    Und bzgl. Einstein, er glaubte nicht an einen persönlichen Gott, das ist richtig, aber er glaubte an was Übernatürliches.
    Nur weil Dawkins schreibt das Einstein nicht an was Übernatürliches glaubte (Ja ich habe sein Buch im Ansatz gelesen) ist es so? Es wurde schon von anderen Atheisten kritisiert dass Dawkins das schrieb.
    Achja und so nebenbei, der Begründer der Quantenphysik, heisenberg, war gläubig.
    War er nun dumm? oder meinst du vieleicht dass die Quantenphysik dumm ist?

    Und bzgl. glauben, heutzutage müssen wir an vieles glauben was nicht bewiesen ist.
    Das Beste Bsp. ist die Dunkle Materie / Dunkle Energie. Gibt keine Beweise nur Theorien, dennoch glauben einige daran, sind diese nun alle bescheuert weil sie an was glauben was nicht bewiesen werden kann?

    Und so nebenbei, ich schreibe hier keine Urteilszusammenfassungen wie ich es bei Jurion.de (das Produkt wo ich mit dran arbeite) machen muss, sondern es ist eine Diskussion wo man auf Grammatik nicht achten muss.
    Und zu guter letz: Du kannst gerne der Meinung sein dass alles bewiesen ist und rein materialistisch angelegt sein, das ist dein gutes Recht, aber Fakt ist, weder die Evolutionstheorie, die Urknalltheorie in Verbindung mit der Inflationstheorie(die selbst sehr umstritten ist) noch sonstige Naturwissenschaftliche Theorien können Götter bejahen oder verneinen.

    Achja und wenn du schon Statistiken verlinkst, dann doch bitte nicht welche die über 11 Jahre alt sind.

    Bis man nicht alles 100% erklären kann oder Gott bewiesen hat, kann man ganz klar sagen es kann keine Aussage darüber getroffen werden ob es was Göttliches gibt.

    Und nochmals bitte mach den Mensa Offline Test, du brauchst ja keine Angst haben da ja nach deine Statistik Atheisten sowieso schlauer als alle anderen sind, bis auf die Juden und Episkopalen. Wäre auch mal interessant zu wissen ob Du studierst, studiert hast und wenn ja was.

    Bitte bring nicht wieder die selben argumente wie vorher, also das Evolution götter verneint, sondern begründe es auch perfekt. Weil ansonsten sagst Du nicht wirklich was neues.

  9. MK Says:

    achja hier der Link von dem Atheisten der Dawkin kritisierte bzgl. Einstein:

    http://hpd.de/node/5625

  10. sapere Says:

    Och, ich denk schon, dass ich Dich ernstnehme.

    Zu Deinem Mensatest: Ich habe weit Wichtigeres zu tun, als mich einem IQ-Test zu unterziehen. Was sollte das bringen? Mein Einzelfall, egal wie er ausfällt, sagt Dir nichts über den statistischen Zusammenhang. Und der fällt nunmal zu Ungunsten von Theisten aus.

    Zur Evolution: Die zeigt, dass die Hypothese von der Erschaffung der Erde in sechs Tagen durch einen wunderbaren Schöpfer, der zwei Urmenschen, nämlich Adam und Eva, erschaffen hat, nicht zutreffend ist. Ganz einfach. Vor der Evolutionstheorie war diese theologische Theorie von der Entstehung der Arten unzweifelhaft richtig. Es gibt die These, dass ein “allmächtiges, männliches und unsichtbares Wirbeltier” das getan hat. Wir können also davon ausgehen, dass das Schwachsinn ist.

    Zur Psychologie: Die konnte zeigen, das seelische Phänomene, Krankheiten und Fähigkeiten erklär- vorhersag- und heilbar sind. Kein “Gott” nötig. Alles ganz natürlich.

    Astrophysik: MK, Du argumentierst hier immer mit Beispielen. Was zählt, sind aber nicht die Beispiele, sondern die Regel und die Fakten. Das es vereinzelt verrückte Astrophysiker gibt wird niemand bestreiten.

    Nein, Einstein glaubte nicht an Übernatürliches. Wenn Du das behauptest, hätte ich dafür gerne einen Beleg.

    Ich hätte da ein gänzlich unzweideutiges Zitat für Dich:

    “The word god is for me nothing more than the expression and product of human weakness, the Bible a collection of honourable, but still primitive legends which are nevertheless pretty childish.”

    “No interpretation no matter how subtle can (for me) change this.”

    http://www.telegraph.co.uk/news/1951333/Einstein-thought-religions-were-%27childish%27.html

    Wenn Physiker wie Stephen Hawking, Leon Lederman und Steven Weinberg (alle Nobelpreisträger)von einem “Gott” sprechen, dann meinen sie (genau wie Einstein, Niels Bohr, Werner Heisenberg und Edwin Schrodinger) die NATURGESETZE keinen Schöpfer.

    So viele alte Physiker waren und sind Kinder ihrer Zeit. Sie wollten sich nicht gegen den Zeitgeist stellen, denn Sie waren Physiker und keine Philosophen. Man kann der Überzeugung sein, dass es Dinge in dieser Welt gibt, die man nicht erklären kann und dahinter “göttliches Wirken” vermuten. Dass das intellektuell unseriös ist, wissen wir erst seit heute.

    Das einzige, was wir über Dinge, die wir nicht begreifen können, sagen können, ist, dass wir sie nicht begreifen können. Sie “Gott” oder “Vishnu” oder “Zeus”, “Aphrodite” oder sonstwie zu nennen und anzubeten ist Voodoo.

    Nichts weiter.

    Wir müssen gar nichts glauben, was nicht bewiesen ist. Wir können falsifizierbare Hypothesen aufstellen und sie testen. Wenn sie verlässliche Vorhersagen ermöglichen, sind diese Theorien nützlich. Die Gotteshypothese ist weder falsifizier- noch testbar, sie erklärt nichts und sagt nichts vorher. Sie ist also überflüssig.

    Ich sage übrigens nicht, dass “alles bewiesen” ist. Es wird nie möglich sein, alles zu wissen. Und viele Dinge sind nicht beweisbar, deshalb sage ich auch nicht, dass sie existieren. Dinge, die nicht beweisbar sind, exisistieren grundsätzlich nicht. Und komm mir jetzt bitte nicht mit der Röntgenstrahlung, die es auch vor 300 Jahren schon gab. Röntgenstrahlung ist prinzipiell beweisbar – “Götter” sind es nicht. Götter sind prinzipiell unmöglich.

    Physikalische Theorien können “Gottes”-Bilder sehr wohl verneinen. Wenn die “Gottes”-Bilder der Theorie widersprechen.

    Was die elf Jahre alten Statistiken betrifft: Es handelt sich hierbei um eine Langzeitstudie! Vielleicht ist Dir das ja aufgefallen.

    Wenn Du jüngere Ergebnisse brauchst, verweise ich Dich gerne wieder auf die oben im Hauptbeitrag zitierte Studie.

    MK, man kann zur Zeit sehr gut sagen, dass es keine Götter gibt, da bisher alle falsifizierbaren Hypothesen über diese angeblichen übernatürlichen Männer, Frauen oder Kinder widerlegt wurden. ALLE.

    Solltest Du noch eine schöne kennen, her damit!

    Also, jetzt mal Butter bei die Fische, wie sieht er denn aus der “Gott”, die “Göttin” oder die “Götter” die Du für wahrscheinlich hältst??

    Mein Bildungsweg tut in dieser Diskussion übrigens nichts zur Sache, es geht hier um Fakten, keine persönlichen Details. Ob Du superintelligent bist oder Legastheniker ist mir eigentlich ziemlich wurscht, wenn Du mir endlich erklärst, warum Du “Götter” für möglich hältst.

  11. MK Says:

    Wie gehabt nocheinmal (dritte mal nun) Agnostiker.
    Desweiteren ist es doch ziemlich verrückt von Dir Physiker als verrückt zu bezeichnen.
    Bzgl. Einstein habe ich Dir einen Atheisten aufgezeigt der genau das sagte was ich meinte. Und ich bin bzgl. Hawking nicht auf Götter eingegangen.

    Und nun ein viertes mal, Agnostiker:

    Ich widerspreche nicht im geringsten der ET aber nur weil die Erde zwischen 3.5-4.5 Millj. Alt ist sagt dass immer noch nichts darüber aus dass es was göttliches gibt oder nicht.

    Und hier nochmal der Link, frag doch am besten den Atheisten wieso er sagt dass Einstein gläubig war
    http://hpd.de/node/5625

    Aber dennoch schade dass du den Mensa Test nicht machst, hätte ja sehr gut in die Statistik mit einfliessen können. Naja Arbeit ruft und Dir noch viel spass mit Dinen angeblichen 100% beweisen.

    Ich halte es wie Platon und die Wissenschaft: Ich weiss dass ich nichts weiss

  12. sapere Says:

    MK, Du schreibst (zum dritten und vierten Mal), dass Du Agnostiker bist. D.h., dass Du einen oder mehrere “Götter” für möglich hältst. Irre ich mich da?

    Sollte ich mich nicht irren und Du hältst “Götter” für möglich, wüßte ich gern, welche Eigenschaften diese “Götter” haben, die Du für möglich hältst!

  13. MK Says:

    Also letztes Posting für heute.
    Sofern Du mal meine Beiträge gelesen hättest, wüsstest Du dass ich gesagt habe “man kann keine Aussage machen ob es Götter gibt oder nicht”.
    Dementsprechend kann ich mir ja wohl auch schlecht ein Bild davon machen oder?

    Desweiteren solltest Du eigentlich als Vorreiter Atheist, zumindest erweckst du im Brightsblog diesen Eindruck, wissen dass es mehrere Stufen vom Agnostizismus gibt.
    Dementsprechend zitiere ich mal aus der Wikipedia.de (Ok ist nicht gerade die beste quelle, aber die schnellste)
    http://de.wikipedia.org/wiki/Agnostiker
    “Die Auffassung, dass die Existenz von Göttern und anderen höheren Wesen grundsätzlich unerkennbar sei, wird auch als starker Agnostizismus bezeichnet”

  14. sapere Says:

    MK, wenn Du sagst, dass man keine Aussage machen kann, ob es “Götter” gibt oder nicht, müßtest Du den Begriff “Götter” definieren. Denn wenn Du mit “Götter” z.B. Ärzte meinst, könnte ich Dir beweisen, dass die sehr wohl existieren.

    Wenn Du “Götter” als “höheres Wesen” bezeichnest, das “grundsätzlich unerkennbar sei” mußt Du begründen, wie Du dann darauf kommst, anzunehmen, dass es sowas überhaupt geben kann.

    “Höhere Wesen, die prinzipiell unerkennbar sind” gibt es nämlich nicht. Denn sie sind ENTWEDER Wesen ODER nicht erkennbar. Es gibt also keine nicht erkennbaren Dinge. Es gibt einen Bereich, der unserer Erkenntnis nicht zugänglich ist, eine Grenze zum Undenkbaren. Was dahinter liegt, können wir allerdings weder vermuten geschweige sagen.

    Alle Hypothesen, die Du aufstellst, stellst Du über die Welt auf, die Deinem Denken zugänglich ist.

    Wenn Du also sagst, dass “man kann keine Aussage machen (kann) ob es Götter gibt oder nicht” dann setzt Du einen Begriff voraus, nämlich “Götter”.

    Was soll das sein, Deiner Meinung nach? Wenn Du eine Aussage über einen Begriff triffst, musst Du doch sagen, was diese Sache sein soll, damit ich nachvollziehen kann, was Du meinst. Meinst Du also Ärzte? Oder Schreibmaschinen? Oder Bügelbretter? Oder meinst Du mich? Denkst Du, dass ich “Gott” bin? Ok, dann kann ich Dir beweisen, dass ich existiere. Was also soll der Begriff Götter Deiner Meinung nach sein?

    Du siehst bereits, dass Du hier in einer Argumentationsfalle gelandet bist. Wenn Du es definierst, werde ich es Dir widerlegen. Definierst Du es nicht, merkst Du, dass Du Unsinn erzählst.

    Es gibt also keinen “Gott”.

    QED! 😉

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