In einer Ost-West-Vergleichsstudie der Klinik für Psychiatrie und Psychotherapie der Ruhr-Universität Bochum fand man heraus, dass etwa 30% der Schizophrenen in Westdeutschland (Regensburg) unter einem religiösen Wahn litten, während dies in Ostberlin nur etwa 10% waren. Die Autoren schlußfolgern, dass

das Auftreten des religiösen Wahnes im Rahmen schizophrener Erkrankungen im Wesentlichen kulturbedingt ist. Der religiöse Wahn ist als ein Sekundärsymptom der Schizophrenie einzuordnen.

Das würde bedeuten, dass es offenbar keine genetische Veranlagung für Gotteswahn gibt. Die Antezedenzien des Problems wären also z.T. durch Aufklärung und Bildung lösbar.

One Response to “Gotteswahn ist offenbar kulturell bedingt”

  1. HFRudolph Says:

    Natürlich ist das kulturell bedingt ;o)

    Wem soetwas als Kind nicht hinreichend suggeriert wird, der glaubts später auch nimmer – von Ausnahmen abgesehen.

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