In Diskussionen mit Menschen, die zwar mit “Gott” und Kirche nichts anfangen können, die das Christentum als kulturelle Basis unserer Gesellschaft aber trotzdem respektieren, gibt es ein verbreitetes Argument gegen den Atheismus:

“Soo doll ist die Religion doch gar nicht mehr verbreitet bei uns. Staat und Gesellschaft sind schließlich säkular und der Alltag ist von christlichem Brimborium unbeeinträchtigt.”

Dass dem wohl nicht so ist, sieht man an den jüngsten Karfreitagsverboten. Einer der höchsten christlichen Feiertage genießt z.B. in Sachsen-Anhalt, laut dem “Gesetz über die Sonn- und Feiertage” (§ 5 FeiertG), einen besonderen Schutz. So sind nämlich an diesem Tag, neben den üblichen Feiertagseinschränkungen, Veranstaltungen in Räumen mit Schankbetrieb, die über den Schank- und Speisebetrieb hinausgehen, öffentliche sportliche Veranstaltungen sowie alle sonstigen öffentlichen Veranstaltungen, außer wenn sie der Würdigung des Feiertages oder der Kunst, Wissenschaft oder Volksbildung dienen und auf den Charakter des Tages Rücksicht nehmen, verboten.

Und diese Richtlinie wird auch durchgesetzt. So wurde einem Schankwirt verboten am Karfreitag ein Schachturnier abzuhalten – in einem Bundesland in dem 75% der Bewohner keiner Konfession angehören.

In München wiederum wurde das Tanzen verboten

One Response to “Christen verbieten Karfreitagsvergnügen”

  1. Jochen Hoff Says:

    Danke für die zusätzlichen Beispiele. Ich habe das ganze in meiner Karfreitagspredigt wie es meine Art ist sehr viel deutlicher formuliert:

    Ich glaube nämlich nicht, das sich diese Leute mit klugen Worten alleine bekämpfen lassen.

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