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Januar 9th, 2008

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Macht Atheismus kriminell?

Januar 8th, 2008

Eines der verbreitetsten Argumente in der Diskussion um die angebliche Existenz eines „Gottes“ ist das Nützlichkeitsargument, das selbst bekennende Atheisten im Munde führen. Gregor Gysi, eloquenter Vorbeter der Linkspartei, beschwor im letzten Jahr mehrfach öffentlich die Unersetzlichkeit des Gottesglaubens für die Regierbarkeit eines Staates. Seien doch Kirchen, als die einzige gesellschaftliche Instanz, in der Lage, allgemeinverbindliche Moralnormen aufzustellen.

Nach dieser vielventilierten These müßte es einen Zusammenhang zwischen der Religosität und der Moral in einem Staat geben.

Woran sich Religosität bemißt, ist schwer zu definieren. Noch schwerer ist es mit der Moral. Und doch hat sich ein Soziologe vor drei Jahren an die Arbeit gemacht und das Ausmaß der Religosität in Industrieländern mit der Häufigkeit von Mord, Abtreibung, Selbstmord oder Schwangerschaft bei Minderjährigen verglichen.

Das Ergebnis war so wenig überraschend, wie eindeutig: Je religiöser die Staaten, desto eher findet sich dort „unmoralisches“ Verhalten.

In der länderübergreifenden Korrelations-Studie zum Zusammenhang zwischen meßbarer gesellschaftlicher Gesundheit und Religiosität/Säkularisation in Industrieländern (Cross-National Correlations of Quantifiable Societal Health with Popular Religiosity and Secularism in the Prosperous Democracies) fand der Soziologe Gregory S. Paul heraus, dass z.B. die Mordrate, die Infektionsraten bei sexuell übertragbaren Krankheiten, die Abtreibungshäufigkeit und die Zahl der Schwangerschaften bei jungen Mädchen in religiöseren Gesellschaften höher sind als in weniger religiösen Ländern.

Japan und die skandinavischen Länder gelten übrigens weltweit als die zivilisiertesten Regionen. Sie sind auch die Länder mit dem geringsten Anteil an Religionsanhängern.

Siehe hierzu: Telepolis-Artikel und die Studie und ein Essay zum Thema

Jesus Camp

Januar 8th, 2008

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