„mein kind sagt zu mir ich wäre faul“

Warum drücken längere, wie an ein Orakel gestellte Suchanfragen eigentlich oft Verzweiflung aus?

„Stalking Wie erreicht man das Kontaktverbot“

Ein bißchen komisch ist das schon. Da schreiben zwei, offenbar weibliche Personen einen Kommentar bei Stefan Niggemeier (22.37 Uhr):

Lieber Stefan Niggemeier,

herzlichen Glückwunsch zur Auszeichnung! Ja, es ist schon bekannt. Dem Grimme Institut ist der peinliche Fehler unterlaufen, dass es heute, 18.6.07, bereits die Preisträger online gestellt hat: http://www.grimme-institut.de/…..hp?id=582. Na ja, und wer hat (als einziges Angebot) in der Kategorie Bildung und Wissen gewonnen! Genau. Der elektronische Reporter…
— Judith — 18. Juni 2007, 22:37 #

und in der Blogbar (22.56 Uhr):

Kommentar von Lilli, 18.6.2007, 22:56

Tja, und jetzt ist dem Grimme Institut auch noch der peinliche Fehler unterlaufen, dass sie heute, 18.6.07, bereits die Preisträger online gestellt haben: http://www.grimme-institut.de/html/index.php?id=582 Und ratet mal, wer in der Kategorie Bildung und Wissen gewonnen hat! Genau. Der elektronische Reporter. Da fällt dir echt nix mehr ein…

Zur gleichen Zeit bricht die Lawine los. Angefangen bei Felix Schwenzel (um 22.52 Uhr), der möglicherweise die Kommentare zu dem Posting von Stefan abonniert hatte.

Bleibt die Frage: Wer schreibt zwei anonyme Kommentare sehr ähnlichen Wortlauts, kurz nachdem die Testseite online war – laut Grimme-Management ca. 22.40 Uhr? Und woher wissen die, dass die Seite online war? Und wieso wird solange von niemandem bemerkt, dass sie auch frei zugänglich ist? Und wer sind Lilli und Judith?

Tag: Grimme Online Award

Nachtrag (11.50 Uhr): Lanu kritisiert den vernachlässigten Informatenschutz. Dazu möchte ich sagen, dass die Person sich selbst in die Öffentlichkeit gestellt hat und die Form ihrer Kommentare zu Spekulationen Anlaß gibt. In der Regel sind die Informanten dem Reporter bekannt, weswegen die Vertrauenwürdigkeit gewahrt bleibt. Was aber bei anonymen Kommentaren, die auch eine bewußte Irreführung der Öffentlichkeit sein könnten. Lillith hätte Stefan und fonsi auch eine Mail schreiben können, aber sie hat die Öffentlichkeit gewählt.

Optimismus

Juni 16th, 2007

Was keiner wagt, das sollt ihr wagen
was keiner sagt, das sagt heraus
was keiner denkt, das wagt zu denken
was keiner anfängt, das führt aus.
Wenn keiner ja sagt, sollt ihr es sagen
wenn keiner nein sagt, sagt doch nein
wenn alle zweifeln, wagt zu glauben
wenn alle mittun, steht allein.
Wo alle loben, habt Bedenken
wo alle spotten, spottet nicht
wo alle geizen, wagt zu schenken
wo alles dunkel ist, macht Licht.

Lothar Zanetti


Soko – I'll kill her

hier noch eins

WestEins

Juni 14th, 2007

So, jetzt geht’s wohl bald los mit der innovativsten Regionalzeitungsseite Deutschlands. Den Launch zum „Jahresanfang“ könnte man auch noch schaffen, wenn man den Begriff großzügig definiert. Ach, woher ich das weiß? Jedenfalls nicht aus dem WestEins-Blog. Nein, aus den Suchzugriffen. (vorstellung westeins) Und die sind meist ein gutes Orakel …

Dieser Satz kein Verb.

Juni 13th, 2007

Peter Sloterdijk definiert die Bettdecke infolge seiner unheilbaren Glossolalie als „anonyme Selbstergänzung des Alleinschläfers“. Gehört hier

Phoenix, mon amour

Juni 12th, 2007

süddeutsche dazu [via onlinejournalismus]

100 Millionen Euro

Juni 9th, 2007

Gesamtaufkommen der Förderung humanitärer Projekte durch die Bundesrepublik im Jahr 2005:

„Im Jahr 2005 wandte das Auswärtige Amt über 100 Millionen Euro für humanitäre Hilfe auf. Neben freiwilligen zweckungebundenen Leistungen an die VN-Hilfswerke UNHCR und UNRWA sowie an das VN-Büro für Nothilfekoordination (OCHA) von zusammen über 10 Millionen Euro wurden weltweit 341 humanitäre Hilfsprojekte mit rund 72 Millionen Euro gefördert.“

= ca. 100 Millionen Euro

Kampf gegen Vitamin-A-Mangel bedingte Erblindung:

„Wegen Vitamin-A-Mangels erblinden jedes Jahr in Entwicklungsländern zwischen 350.000 und 500.000 Kleinkinder. Ihnen könnte durch gesunde Ernährung oder Vitaminkapseln geholfen werden. Bis zum Jahr 2020 sollte niemand mehr aus vermeidbaren Gründen erblinden, so die CBM. Sie hat dazu zusammen mit anderen Hilfswerken und der Weltgesundheitsorganisation (WHO) das Programm „Vision 2020“ ins Leben gerufen. Wie der neue CBM-Direktor für Kommunikation, Martin Georgi (Bensheim bei Darmstadt), sagte, wäre es nötig, die derzeit im Kampf gegen die Blindheit eingesetzten Mittel von rund 100 Millionen Euro jährlich zu verdoppeln. Dazu fehle jedoch der politische Wille.“

= ca. 100 Millionen Euro

Ein Krankenversicherungsfonds für 230.000 Menschen in Afrika:

Eine niederländische Initiative soll rund 230.000 Armen in Afrika zu einem Basisversicherungsschutz verhelfen, der auch die Behandlung mit Medikamenten gegen die Immunschwächekrankheit Aids einschließt. Der neue Versicherungsfonds wird vom Entwicklungshilfeministerium der Niederlande in den kommenden sechs Jahren mit 100 Millionen Euro unterstützt.

= ca. 100 Millionen Euro

G.W. Bush eine schwammige und folgenlose Bemerkung zum Klimaschutz entlocken und damit zufrieden sein:

„Den Europäern habe es nicht ausgereicht, dass es im G-8-Abschlusspapier lediglich heißen sollte, die Halbierung des Treibhausgasausstoßes bis 2050 werde man „in Betracht ziehen“. Bush selbst habe laut Protokoll am Ende vorgeschlagen, die Formulierung zu ändern in „ernsthaft in Betracht ziehen“. Damit hätten sich die Europäer schließlich zufrieden gegeben.“

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