Eine ->Studie der Volkssolidarität legt offen, dass die Teilnahme an demokratischen Aktivitäten/Protestaktionen im Herbst 1989 stark an „höhere“ berufliche Bildung gebunden war (47 % der Hochschulabsolventen). Die Befragung 2009 ergibt außerdem folgende differenzierenden Wertungen der Bürger der neuen Länder darüber, wem die Öffentlichkeit die Leistungen vor allem zuordnet:

• An erster Stelle wird die friedliche Revolution als Ergebnis der Politik Michael Gorbatschows angesehen (62 % ja/ 14 % nein/16 % ich weiß nicht/9 % ohne Aussage bzw. Antwort). Insbesondere Ältere und Hoch- bzw. Fachschulabsolventen unterstützen diese Position.

• Der zweite Rang wird als Leistung der Mehrheit der DDR-Bürger zugeordnet (50 % ja/28 % nein/13 % ich weiß nicht/9 % ohne Antwort).

• An dritter Stelle wird die friedliche Revolution als Ergebnis mutiger Oppositioneller hervorgehoben (46 % ja/26 % nein/17 % ich weiß nicht/11 % ohne Antwort). Hier heben sich insbesondere Mitglieder/Sympathisanten der GRÜNEN (59 %) sowie der SPD (58 %) vom Durchschnitt ab, was auch mit der Entstehungsgeschichte dieser Parteien in der DDR verbunden ist.

• Viertens wird die Rolle der westdeutschen Politik in dieser Phase (Bundeskanzler Helmut Kohl) genannt (28 % ja/ 44 % nein/17 % ich weiß nicht/11 % ohne Antwort), bei überdurchschnittlich positiver Wertung durch die Jahrgänge unter 35 Jahren, was die vorrangig mediale Darstellung reflektiert.

• Für einen historischen Zufall halten es 15 % der Bürger, 58 % wenden sich gegen eine solche Position (16 % ich weiß nicht/11 % ohne Antwort).

Weitere Ergebnisse finden sich ->hier

2 Responses to “Mehrheit der Ostdeutschen sieht Kirchen nicht als ausschlaggebend für die Wende”

  1. frösi Says:

    so siehts aus….

    von wegen die kirche hätte auch nur einen deut bedeutung bei der friedlichen revolution….

  2. sapere Says:

    hatte sie. die kirche hatte durchaus einen nicht unerheblichen einfluss im verlauf der friedlichen revolution. aber nicht DEN einfluss, den sie für sich reklamiert, nämlich die eigentliche wiege der friedlichen revolution zu sein.

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