Politik macht Schule
Berlins Parteien lernen von den Kirchen: Das Bündnis “Pro Poli” plant einen Volksentscheid für ein freies Wahlrecht beim Politikunterricht. Jetzt werden deshalb LehrerInnen mit Parteibuch gesucht

VON ALKE WIERTH UND SEBASTIAN HEISER

Politiker aller Parteien planen nach taz-Informationen einen Volksentscheid zur Veränderung des Politikunterrichts. “Wir müssen jetzt darüber nachdenken, wie künftig die politische Neutralität der Schule noch besser gewährleistet werden kann”, sagte ein SPD-Mitglied, das wegen der Brisanz des Themas nicht namentlich genannt werden wollte. Und weil nach Ansicht der Politiker nur die Parteien selbst neutral über ihre Positionen informieren können, soll sich an diesem Mittwochabend das parteiübergreifende Bündnis “Pro Poli” offiziell gründen.
Durch den Volksentscheid sollen neben das bisherige Unterrichtsfach Politik mehrere neue, jeweils an die Werte einer Partei gebundene Fächer gestellt werden. Die neuen Unterrichtsangebote sollen alternativ zu dem jetzigen gewählt werden können. “Wer sich in der Verschiedenheit der Meinungen in unserer politisch so vielfältigen und bunten Stadt zurechtfinden will, muss doch zunächst in seinen eigenen Ansichten und Grundwerten verankert sein”, sagte ein Mitglied des Fraktionsvorstandes der Linkspartei der taz.

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2 Responses to “Parteien fordern Parteiunterricht an öffentlichen Schulen”

  1. Daniel Says:

    Heute ist aber schon der 2. April.

  2. sapere Says:

    Es war einfach zu gut.

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