“Der eigene Gott”

September 4th, 2008

Mich bewegt die tiefe Ambivalenz des religiösen Glaubens in Toleranzfragen sehr. Da ist einerseits die Fähigkeit der Religion, von dem, was dem Verständnis der modernen Gesellschaft scheinbar existenziell eingebrannt ist, nämlich Nation, Ethnizität, Ungleichheit, nicht nur abzusehen, sondern einen Begriff von Gesellschaft zu entwickeln, der das alles übergreift.

Der Soziologe Ulrich Beck über die Friedensfähigkeit und das Gewaltpotenzial der Religionen Frankfurter Rundschau

Die Muslime in Italien haben nur einen Wunsch: Sie möchten einen ruhigen Ort, an dem sie beten können. Doch die Politik der Lega Nord machte das bislang unmöglich. Für die Muslime gibt es dennoch Grund zur Hoffnung.

schreibt die Deutsche Welle

“Erleuchtet vom christlichen Glauben fühlen sich immer weniger Deutsche – in Ost und West. Seit 1945 gerieten Katholiken und Protestanten in den Strudel des gesellschaftlichen Wandels. War im Osten die SED “bedauerlich erfolgreich” in ihrem Kulturkampf gegen die Kirchen, wie Hans-Ulrich Wehler meint?”

fragt die FAZ in ihrem Diskussionsforum “Lesesaal”

“Scientists at Penn State have developed a new computational method that they say will help them to understand how life began on Earth. The team’s method has the potential to trace the evolutionary histories of proteins all the way back to either cells or viruses, thus settling the debate once and for all over which of these life forms came first.”

ist bei Richard Dawkins zu lesen

“Während Darwins Abstammungslehre, die zur Ablösung des wissenschaftlich unbrauchbaren biblischen Weltentstehungsmodells führte, sich als unumstößlich richtig erwiesen hat, scheinen andere darwinistische Thesen möglicherweise nicht mehr haltbar zu sein. Einer der Glaubenssätze der Biologie seit Darwin war und ist, dass es rein zufallsbedingte Veränderungen der Gene gewesen seien, die – wenn sie sich als hinreichend lebenstüchtig erwiesen – aus bestehenden Arten immer wieder neue Spezies haben entstehen lassen. “Spätestens seit der Entschlüsselung des menschlichen Genoms und kurz darauf auch dem der Maus wissen wir, dass das so nicht stimmt”, so Bauer. “Das System der Gene gleicht einer Werkstatt, die mit genetischen Werkzeugen ausgestattet ist. Mit Hilfe dieser Werkzeuge kann der Organismus die Architektur seines Genoms selbst umbauen. Dieser Umbau erfolgt nach Regeln, die im biologischen System selbst begründet sind, ist also alles andere als ein reines Zufallsgeschehen”

schreibt Joachim Bauer in seinem Buch “Das kooperative Gen – Abschied vom Darwinismus“, das morgen in die Läden kommt

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